IAEO-Delegation inspiziert bis Freitag AKW Temelin
- Weitere Tests in beiden Reaktorblöcken abgeschlossen

Eine Delegation der in Wien ansässigen Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) führt derzeit im südböhmischen AKW Temelin eine Sicherheitsinspektion durch. Die siebenköpfige Gruppe von IAEO-Inspektoren aus den USA, Kanada und Frankreich wird die Untersuchung am Freitag abschließen. Es handelt sich um eine Folgeuntersuchung der IAEO-Kontrollen, die im September 1998 stattgefunden haben.
In beiden Reaktorblocks wurden unterdessen nach Angaben des Temelin-Sprechers Milan Nebesar weitere Tests beendet. Betroffen ist unter anderem die Überprüfung der Pumpe der Bor-Säure sowie des Kontroll- und Steuerungssystems. Im ersten Block, der seit 24. Februar wegen einer kompletten Revision und des Austausches von fehlerhaften Armaturen abgeschaltet ist, konnte der wiederholte Druck-Test im sekundären Kreislauf erfolgreich beendet werden, bei dem zuvor kleinere Undichtheiten aufgetreten waren. Auch der erste Reaktor sollte voraussichtlich Mitte April wieder in Betrieb genommen werden, so Nebesar.
Weiters teilte Nebesar mit, dass die Verantwortlichen des AKW der Staatlichen Behörde für Atomare Sicherheit (SUJB) bereits schrittweise Dokumente übergeben haben, damit diese die entsprechende Erlaubnis erteilen kann. Der Start der ersten Kettenreaktion des zweiten Blocks im südböhmischen Atomkraftwerk Temelin könnte bereits in den kommenden Tagen erfolgen. AKW-Sprecher Milan Nebesar nannte am Mittwoch gegenüber der APA erneut einen Termin "um den 15. April".
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