"Section Control" soll Raser bremsen
- 16-Jähriger nach Amokfahrt auf A2 gestoppt
Zu viele Tote auf der Straße, viele Unfälle werden von Rasern ausgelöst... Erst Dienstag Abend stoppten Gendarmen nach kilometerlanger Verfolgungsjagd einen Amokfahrer - er ist 16 Jahre alt (Alle Infos in der Substory)! Der Kampf gegen den Tempo-Rausch ist heute auch Thema im Verkehrsausschuss. Schon bald soll eine neue Waffe gegen notorische Schnellfahrer zum Einsatz kommen - die "Section Control". Einigen Experten ist das allein zu wenig. Sie fordern härtere Strafen für Sünder.
Zurück zur "Section Control" - Gemeint ist die vollautomatische, streckenbezogene Video-Überwachung. Sie soll zunächst auf Autobahnen, insbesondere auf Baustellen, in Tunnels und auf hochbelasteten Abschnitten durchgeführt werden. Dabei wird die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges auf einem längeren Streckenabschnitt kontrolliert - und die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet. Früher entgingen viele Raser einer Anzeige, indem sie direkt vor einer Radarbox noch abrupt auf die Bremse stiegen. Diese "Notbremse" funktioniert bei der "Section Control" nicht mehr.
"All jenen, die ständig mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs sind, wird damit der Kampf angesagt. War es bisher möglich kurz vor der Radarbox auf die Bremse zu steigen, um danach wieder weiter zu rasen, wird nun die gesamte Wegstrecke bei der Berechnung der Geschwindigkeit herangezogen", begrüßt Dr. Othmar Thann, Direktor vom Kuratorium für Verkehrssicherheit eine Gesetzesänderung.
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