Haider muss eigene Aussage in ZiB2 widerrufen
- Hintergrund: Haider hatte "Falter"-Interview geleugnet
- Haider-Widerruf vor dem Wetterbericht in der ZiB2
Der Kärntner Landeshauptmann und frühere FPÖ-Chef Jörg Haider wird am Mittwochabend in der "Zeit im Bild 2" seine Aussage aus dem Jahr 1999 widerrufen, wonach ein Interview mit der Wochenzeitung "Falter" nicht stattgefunden habe. Der ORF bestätigte dies am Dienstag.
Das Videoband mit dem Widerruf werde "vor dem Wetterbericht, also gegen Ende der Sendung" gesendet. Das Interview hatten die "Falter"-Redakteure Nina Weissensteiner und Florian Klenk im Vorfeld der Nationalratswahlen 1999 mit dem damaligen FPÖ-Chef geführt. Haider hatte die Autorisierung verweigert, der "Falter" druckte daraufhin nicht das Gespräch, wohl aber die Fragen ab. Das Liberale Forum veröffentlichte den gesamten Wortlaut auf seiner Homepage.
Angesprochen auf ein Zitat Haiders aus diesem Interview, erklärte der Landeshauptmann im November 1999 in der ZiB 2, dass das Interview "reine Erfindung" und "nicht bestätigt" sei. Dies muss er nun als unwahr widerrufen. "Damit ist erfüllt, was wir bis zum obersten Gerichtshof durchgestritten haben", erklärte "Falter"-Anwalt Alfred J. Noll am Dienstag. "Tatsache ist, dass der Widerruf erst erfolgte, nachdem wir Exekution beantragt haben."
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