Dienstag, 9. April 2002

Parlamente von Serbien & Montenegro für neuen Staat

  • Jugoslawische Nationalversammlung muss noch zustimmen

Die Parlamente Serbiens und Montenegros haben am Dienstag Grünes Licht für den gemeinsamen Staat "Serbien und Montenegro" gegeben. Am Abend stimmte auch die Volksversammlung der kleineren Teilrepublik dafür.

58 Abgeordnete sprachen sich für den neuen Staatenbund aus, 11 waren dagegen. Das neue Bündnis soll der 1992 gegründeten Bundesrepublik Jugoslawien nachfolgen und die Beziehungen der beiden Teilrepubliken (im Bild Montenegros Präsident Milo Djukanovic links und Serbiens Premier Zoran Djindjic) regeln.

Damit der Staatenbund in Kraft treten kann, muss auch die jugoslawische Nationalversammlung zustimmen. Die von einer Expertengruppe auszuarbeitende Verfassung des umgebildeten Staates soll spätestens bis Ende Juni in den Parlamenten Serbiens und Montenegros zur Annahme vorliegen.

Die beiden bisherigen Teilstaaten hatten sich unter dem Druck der EU bereits am 14. März auf den Bund geeinigt. Er ist vorerst auf drei Jahre befristet. Dann könnten auch die beiden letzten jugoslawischen Teilrepubliken ihre Unabhängigkeit erlangen.

9.4.2002 14:50