Heeresreform passiert Ministerrat
- Scheibner: Es gibt keine Gewinner und Verlierer

Die Neuorganisation der Heereskommanden wurde heute im Ministerrat behandelt, teilte Verteidigungsminister Herbert Scheibner (F) mit. Im Zuge der Reform wird die oberste Heeresführung neu gegliedert. An die Stelle der bisher zwei Korpskommanden tritt das Kommando Landstreitkräfte.
Dazu kommt ein Kommando Luftstreitkräfte in Langenlebarn sowie ein Kommando für internationale Kooperation.
Laut Scheibner würde auch der Standort Graz mit dem Kommando für internationale Kooperation aufgewertet, da nun der gesamte Bereich der Auslandsaufgaben von diesem Kommando übernommen werde. Niemand hätte Anlass "zu jubeln oder frustriert zu sein". Das Einsparungspotenzial müsse im Rahmen der gesamten Reorganisation gesehen werden. Die vorige Regierung hätte hier zehn Jahre ergebnislos versucht, umzusetzen, was nun gelungen sei. In Teilbereichen gebe es sogar Personaleinsparungen von bis zu 40 Prozent, sagte Scheibner. Insgesamt seien in der Verwaltung rund 1.000 Planstellen eingespart worden. In etwa dieselbe Zahl komme bei der Truppe dazu.
Vizekanzlerin Riess-Passer meinte, sie sei als Verwaltungsreform-zuständige Ministerin "sehr zufrieden" mit der Reorganisation der Heereskommanden. Im Verteidigungsministerium und in den unmittelbar nachgeordneten Dienststellen würde der Personalstand um rund 20 Prozent reduziert. Die Reformpläne würden nun in den nächsten Wochen und Monaten umgesetzt.
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