Montag, 8. April 2002

Junge Frau starb in Linz nach Strangulierung

  • Tathergang ist weiterhin unklar

Eine junge Frau starb heute, Montag, Mittag in Linz im Krankenhaus an den Folgen einer massiven Strangulierung, die ihr in den Morgenstunden möglicherweise von ihrem Ehemann oder Lebensgefährten zugefügt worden war. Die Ärzte hatten nach dem Mordversuch an der Frau vergeblich um deren Leben gekämpft. Das Opfer kam auch nicht mehr zu sich, konnte daher auch nicht zum Tathergang befragt werden.

Die dramatischen Ereignisse hatten sich in den Morgenstunden des Montags in einer Wohnung in der Weingartshofstraße in Linz abgespielt. Ein 23-jähriger Türke läutete bei einem Nachbarn und stammelte: "Viel Streit , viel Schläge, Frau tot." In der Wohnung des Türken lag dessen 23-jährige Ehefrau - oder Lebensgefährtin, das war vorerst noch ungeklar - mit einer schweren Verletzung. Zuerst hatte die Kripo angenommen, der Täter habe versucht, der Frau die Kehle durchzuschneiden. Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass die junge Frau - möglicherweise mit einem Elektrokabel - stranguliert und dabei lebensgefährlich verletzt worden war. Dieser Verletzung erlag die 23-Jährigen in den Mittagsstunden im Linzer AKH.

Der Ehemann oder Lebensgefährte wies ebenfalls Verletzungen auf, unter anderem an der Nase und Prellungen an der Stirn. Die Verletzungen waren aber leichter Natur. Möglicherweise rührten sie, so nahmen die Ermittler an, von einer Auseinandersetzung her, die der Mann mit dem späteren Opfer hatte. Es konnte aber auch die Möglichkeit nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass in die Vorfälle eine dritte Person verwickelt war.

Der Türke spricht kaum ein Wort Deutsch. Nach der ärztlichen Versorgung des Mannes mussten die Kripobeamten am Montagnachmittag einen Dolmetscher beiziehen, um den Türken zum Tathergang befragen zu können und Klarheit zu bekommen, ob er es war, der die 23-Jährige stranguliert hat.

8.4.2002 14:18