Sonntag, 7. April 2002

Flugallianzen: EU-Kommission prüft Wettbewerb

  • Vor allem die "Star Alliance" wird überprüft
  • Auch "One World" im Visier des EU-Wettbewerbskommisärs

EU-Wettbewerbskommissär Mario Monti prüft derzeit "einige transatlantische Allianzen auf ihre Vereinbarkeit mit dem Wettbewerbsrecht der Gemeinschaft", berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin "Focus". Dazu zähle vor allem die "Star Alliance" unter Führung von Lufthansa, United Airlines und Air Canada, der auch die Austrian Airlines (AUA) angehören. Als weitere geprüfte Allianz wird in dem Bericht "One World" um British Airways (Bild), American Airlines und Qantas genannt.

Die Fluggesellschaften sollen dem Magazinbericht zufolge zum Beispiel durch Preisabsprachen oder durch die Blockade von eigentlich ungenutzten Flugzeiten (Slots) den Wettbewerb vor allem in ihren Heimatregionen behindert haben. Es solle auch geklärt werden, ob durch die Allianzen Fluggäste geschädigt wurden.

"Effizienzgewinne und Kostensenkungen dürften im Normalfall zu niedrigeren Preisen führen", erklärte Monti laut "Focus". Die Kommission bezweifle jedoch intern, dass mit dem Auftreten der Allianzen in den 90er-Jahren die Preise für Flugtickets gesunken seien.

AUA kooperiert im Rahmen der Star Alliance mit United Airlines im USA-Geschäft, wobei im Code Sharing-System nur mit AUA-Maschinen geflogen wird. In der Star Alliance sind weiters neben den obenstehend genannten Fluglinien Air New Zealand, ANA-All Nippon Airways, Ansett Australia, bmi, Lauda Air, Mexicana, SAS, Singapur Airlines, Thai Airways, Tyrolean Air und VARIG Brazilian vertreten.

7.4.2002 10:46