Donnerstag, 4. April 2002

40% der Händler führen S/€-Preisauszeichnung weiter

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100 Tage leben wir schon mit dem Euro. Trotzdem fehlt immer noch vielen das Preisgefühl. Eine Reihe von Händlern führt deshalb freiwillig die doppelte Preisauszeichnung weiter. Das freut: denn 46 Prozent der Österreicher wünschen sich diesen Service. Die Preiswächter kamen indessen in einer Untersuchung zum Schluss: "Der Euro ist kein Teuro!" Trotzdem will die Arbeiterkammer weiter die Augen offen halten.

So schnell lässt sich der Schilling nicht vertrieben: 100 Tage nach Einführung des Euro und 41 Tage nach dem Aus der verpflichtenden doppelten Preisangabe zeichnen immer noch 40 Prozent der heimischen Händler in Euro und Schilling aus. Auch die großen Handelsketten Billa, Spar, Bipa und DM haben die doppelte Preisauszeichnung - wie angekündigt - verlängert. Dies ergab ein Lokalaugenschein der Arbeiterkammer (AK) Wien bei 114 Geschäften und 4 Super- bzw. Drogeriemärkten in Wien Favoriten.

Fast die Hälfte der Österreicher froh
Zumindest fast die Hälfte der Österreicher wird diese Nachricht freuen: Laut einer Umfrage haben sich immerhin 46 Prozent der Österreicher eine Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung gewünscht.

Für jene Konsumenten, die noch mit dem Euro kämpfen oder eine versteckte Euro-Preiserhöhung entdeckt haben, gibt es bis Ende April noch eine Euro-Hotline. Diese ist unter 0800 801 801 erreichbar. Auch ein Preismelder im Internet wird weiter betrieben. Das Eurowährungsangaben-Gesetz (EWAG), das eurobedingte Preiserhöhungen verbietet, gilt noch bis Jahresende. Die AK werde daher Gebühren, Tarife und Preise weiter beobachten und darauf achten, dass diese nicht ungerechtfertigt erhöht werden, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag.

4.4.2002 13:53