Mittwoch, 3. April 2002

Nach geplatztem Deal: 2. Investorengruppe interessiert

  • 1.300 Mitarbeiter verlieren sonst im Juli ihre Jobs

Es geht um 1.300 Jobs! Neben dem österreichischen Industriellen Mirko Kovats (Emco, ATB) interessiert sich auch eine zweite Investorengruppe für die Weiterführung der Reifenproduktion am Standort Traiskirchen. Das erste Kaufangebot - angeblich über einen symbolischen Euro - hat Conti abgelehnt. Die Maschinen werden bereits abtransportiert, das endgültige Aus kommt im Juli.

Das meldete ein Radiosender unter Berufung auf Aussagen des Traiskirchener Bürgermeisters Fritz Knotzer. Laut Knotzer würden sich an der Weiterführung "unter anderen auch die Gemeinde beteiligen, das Land Niederösterreich und eine Reihe von Industriellen, Klein- und Mittelbestrieben".

Auch die Belegschaft soll sich an dem Reifenbetrieb beteiligen wollen, der nach dem Wunsch der deutschen Konzernmutter Continental im Juli stellgelegt werden soll.

Auch Kauf des Geländes und der Gebäude interessant
Sollte Conti nicht an dem Angebot interessiert sein, sei man am Werksgelände und den Gebäuden interessiert, sagte Knotzer. Er habe "Profis an der Hand, die damit Erfahrung haben, alte Industriegelände wieder mit Leben zu erfüllen - ich könnte mir etwa eine Art Technologiepark vorstellen."

3.4.2002 11:34