Weniger Aufträge für US-Industrie im Februar
- Ursprünglich war Anstieg prognostiziert worden

Die US-Industrie hat im Februar weniger Aufträge erhalten als im Vormonat. Der Rückgang der Auftragseingänge deute an, dass sich die amerikanische Wirtschaft möglicherweise weniger schnell erhole als bisher erwartet, sagten Analysten.
Das US-Handelsministerium teilte am Dienstag in Washington mit, der Auftragswert für Industrieprodukte sei im Februar um 0,1 Prozent auf saisonbereinigt 323,77 Mrd. Dollar (375,43 Mrd. Euro) gesunken.
Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Auftragsplus von 1,0 Prozent gerechnet. Von vwd befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt einen Anstieg um zumindest 0,5 Prozent prognostiziert.
Nach unten revidiert wurde heute zudem das Ergebnis für Jänner: Im Jänner hatte die US-Industrie nach revidierten Statistiken einen Anstieg des Auftragseingangs um 1,1 Prozent verzeichnet. Ursprünglich hatte das Ministerium für Jänner ein vorläufiges Plus von 1,6 Prozent berichtet.
Analysten wiesen allerdings darauf hin, dass die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im Februar um 1,8 Prozent auf saisonbereinigt 180,48 Mrd. Dollar gestiegen seien, nach einem Anstieg um 1,6 Prozent im Jänner.
Die US-Aktien- und Kreditmärkte haben auf die Zahlen kaum reagiert. Die Aktien tendierten nach wie vor schwächer. Auch die US-Staatsanleihen notierten - wie vor der Veröffentlichung der Zahlen - mit leicht niedrigeren Kursen.

