Konjunkturflaute: Altpapier-Sammelmenge stagniert
- Vorarlberger stellen Sammel-Rekord aud
- Vorgeschriebene Sammelquote dennoch weit überschritten

Die Altpapier-Sammelmenge stagniert: Die Österreicher haben im Vorjahr etwa gleich viel gesammelt wie im Rekordjahr 2000. Insgesamt 504.000 Tonnen Altpapier, nur um 1.000 Tonnen mehr als 2000.
Dass die durchschnittlichen Zuwachsraten der vorangegangenen Jahre nicht erreicht wurden, führte die Altpapier-Recycling-Organisationsgesellschaft (ARO) vor allem auf die konjunkturelle Entwicklung zurück. Auf Grund der 2004 in Kraft tretenden Deponieverordnung sei für die kommenden Jahre aber wieder mit höheren Zuwächsen zu rechnen, betonte ARO-Geschäftsführer Werner Knausz am Dienstag bei einem Pressegespräch.
Insgesamt sammelten die Haushalte im Vorjahr 504.000 Tonnen Altpapier, nur um 1.000 Tonnen mehr als 2000. Seit 1994, als die ARO ihr operatives Geschäft aufgenommen hat, ist die Sammelleistung der Haushalte laut Knausz dennoch um 40 Prozent gestiegen. Der Großteil des gesammelten Altpapiers sind laut ARO Zeitungen und Kataloge. Der Anteil der Papierverpackungen liege unter 15 Prozent.
Als wahre Papiertiger haben sich wieder einmal die Vorarlberger und die Wiener herausgestellt, bei denen die Pro-Kopf-Sammelmenge 2001 bei 75,8 bzw. 75,4 kg lag. Schlusslicht bildeten im Bundesländervergleich Salzburg, Oberösterreich und Tirol. Die unterschiedlichen Sammelmengen lassen jedoch keinen Rückschluss auf das Umweltbewusstsein der Bevölkerung zu, sondern seien auf unterschiedliche Haushalts- und Sammelstrukturen zurückzuführen, hieß es. Im Schnitt wurden im Vorjahr 62,1 kg Altpapier gesammelt.

