Dienstag, 2. April 2002

Flugzeughersteller Fairchild Dornier ist pleite

  • Insolvenzantrag gestellt
  • Suche nach strategischem Partner bisher erfolglos

Der deutsche Flugzeugbauer Fairchild Dornier hat einen Insolvenzantrag gestellt. Dieser sei notwendig geworden, nachdem das Unternehmen keinen neuen strategischen Partner gefunden haben, erklärte der Konzern am Dienstag im bayerischen Oberpfaffenhofen.

Dornier-Chef Lou Harrington betonte, das Unternehmen sei weiter auf der Suche nach Partnern und spreche auch mit Geldgebern, um eine Rekapitalisierung zu erreichen. Fairchild Dornier beschäftigt derzeit 3.600 Mitarbeiter in Deutschland und 700 in den USA.

Das Management wolle die laufenden Geschäfte stabilisieren, sagte Geschäftsführer Thomas Brandt am Dienstag in Oberpfaffenhofen. Das Unternehmen habe potenziellen strategischen Partnern viel zu bieten. So habe man schon über eine Mrd. Dollar (1,16 Mrd. Euro) in die Entwicklung der neuen Jet-Familie 728 gesteckt.

Als Ziele für die "nächste Zeit" nannte Brandt die Fortsetzung der "ertragserzielenden Geschäfte", die Gründung einer strategischen Partnerschaft, das Halten der "Schlüsselmannschaft" sowie die Stabilisierung der laufenden Geschäfte. Dornier stellt Flugzeuge für den Regional- und Geschäftsflugbereich her. Derzeit fliegen nach Firmenangaben weltweit mehr als 1.400 Flugzeuge des Unternehmens.

2.4.2002 08:42