Freitag, 5. April 2002

Sturm nach klarem 5:3-Sieg in Salzburg auf CL-Kurs

  • "Tag des offenen Tors" im Stadion Lehen - acht Treffer
  • Bundesliga total: Alle Spiele, alle Tore,... Plus: Diskussion!

Sturm Graz hat wieder beste Karten im Kampf um einen Platz in der Champions League-Quali. Die Steirer feierten am Sonntag im letzten Match der 30. Runde gegen den SV Salzburg einen 5:3-(4:2)-Auswärtssieg, den ersten in diesem Jahr, und schoben sich damit auf den zweiten Tabellenplatz vor. Auf Lokalrivalen und ersten Verfolger GAK hat die Osim-Truppe nun zwei Punkte Vorsprung.

Das Sonntag-Spiel der 30. Runde brach den Saison-Torrekord. Sturm zog mit dem 5:3-Erfolg in Salzburg auch am Lokalrivalen GAK vorbei und liegt nun wieder auf Platz zwei, der einen Platz in der Champions League-Qualifikation bedeutet.

Sturm Graz in bester Torlaune
Sieben Tore in einem Spiel hatte es in dieser Saison schon einmal gegeben, als der FC Tirol am 16. September 2001 den GAK im Tivoli neu mit 7:0 zerlegt hatte, aber am Sonntag war in Lehen Tag der offenen Tür. "Ein verrücktes Spiel, es hätte auch 5:5 ausgehen können. Wenn man trotz fünf Toren noch Angst hat, dass das Spiel kippen könnte, dann sagt das alles", meinte Sturm-Coach Ivica Osim nach der trefferreichen Partie. Seine Mannschaft ist zur Zeit jedenfalls in Torlaune, denn schon am Mittwoch hatten Ivica Vastic und Co den FC Kärnten 5:1 besiegt.

UEFA-Cup-Zug für Salzburg praktisch abgefahren
Auch Mario Haas, wie Kapitän Vastic zweifacher Torschütze, hat nun wieder die lange Zeit fehlenden Erfolgserlebnisse: "In den 14 Tagen Pause, die mir der Trainer gegeben hat, habe ich sehr hart trainiert. Das hat sich bezahlt gemacht." Während für Sturm nun vor den letzten sechs Runden zwei Punkte Vorsprung auf den drittplatzierten GAK zu Buche stehen, dürfte sich Salzburg endgültig aus den Rennen um einen UEFA-Cup-Startplatz verabschiedet haben. "Damit ist der vierte Platz und die Chance auf den Europacup-Platz für uns sicher weg. Derzeit haben wir dort aber nichts zu suchen", gab Heimo Pfeifenberger zu.

Drei Tore waren zu wenig
Coach Lars Söndergaard wunderte sich über den Spielverlauf: "Wenn mir vor dem Match jemand gesagt hätte, dass wir drei Tore schießen, dann hätte ich gesagt, dass wir gewinnen. Wir sind nach individuellen Fehlern, vor allem in der ersten Hälfte, immer wieder zurück gekommen. Wenn das vierte Tor gelungen wäre, wäre es vielleicht noch anders gelaufen." Osim meinte sogar, "dass man in einem Heimspiel drei Tore schießt und trotzdem verliert, das passiert auch nur einmal im Jahr."

30. Runde der Fußball-Bundesliga
Admira Mödling - Austria Wien 0:5 (0:4)
FC Kärnten - SW Bregenz 1:2 (1:2)
Rapid Wien - SV Ried 2:1 (1:1)
GAK - FC Tirol 0:0
SV Salzburg - Sturm Graz 3:5 (2:4)

5.4.2002 13:31