Trainersessel von Matthäus beginnt zu wackeln
- Rapid bei 0:3-Schlappe in Bregenz planlos und peinlich
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UMFRAGE: Wessen Stuhl ist am unsichersten?
Während die Wiener Austria unter Dietmar Constantini aus ihrem Tief gefunden hat und auf Platz vier vorgestoßen ist, befindet sich der zweite Wiener Großklub weiter in der Krise. Das zeigte sich am Mittwoch in Bregenz, wo Rekordmeister Rapid - Jazics wurde für drei Spiele gesperrt - eine bittere 0:3-Niederlage kassierte und hinter die Vorarlberger auf Rang acht zurück fiel. Jetzt wird es langsam eng für "Sportdirektor" Lothar Matthäus. Wenn es in dieser Tonart weiter geht, wird sich eine baldige Trainerdiskussion kaum verhindern lassen.
Das weltmeisterliche Image von Matthäus bekommt immer mehr Kratzer ab: Nach der peinlichen Schlappe gegen Bregenz und dem Absturz auf den achten Rang gerät der Rapid-Sportchef unter Druck. Bereits zuvor hatte Präsident Rudolf Edlinger angedeutet, dass eine Trainerdiskussion unvermeidlich wäre, wenn der Erfolg noch länger ausbleibt. "Loddars" Rettung könnte sein, dass es in dieser Saison für Grün-Weiß ohnehin um nichts mehr geht, eine Niederlage mehr oder weniger also auch nicht mehr besonders ins Gewicht fällt. Allerdings werden die Rapid-Anhänger, die dermaßen lange Durststrecken nicht gewohnt sind, schön langsam unruhig. Über kurz oder lang wird es in Hütteldorf wohl wieder rund gehen.
Herzog und Matthäus sauer
Bregenz-Coach Rainer Hörgl bezeichnete den Sieg über Rapid als "Highlight dieser Saison", auf der Gegenseite gab es hingegen betrübte Gesichter. Coach Lothar Matthäus ("Wir machen keine Tore, daran krankt es") war nach dem fünften sieglosen Match in Folge genau so verärgert wie Andreas Herzog, für den die Schwächen im Abschluss und in der Abwehr unerklärlich sind. "Wir vergeben die größten Gelegenheiten und die Gegner kommen gegen uns leicht zu Toren. Das hat mit Profi-Fußball nichts zu tun", konstatierte der vielfache Internationale, der sich seine Rückkehr zu seinem Stamm-Klub anders vorgestellt hatte: "Ich habe geglaubt, dass mehr spielerische Klasse da ist."
Nur die Admira trifft seltener
Ein Blick auf die Tabelle zeigt deutlich, dass der Angriff der Hütteldorfer total harmlos ist. Nach 29 Runden halten sie bei nur 26 Treffern, was nicht einmal ein Tor pro Match bedeutet. Weniger erzielte nur das abgeschlagene Schlusslicht Admira/Wacker Mödling (18). Rapids Topscorer ist mit zehn Toren (der in Bregenz erst nach einer Stunde eingewechselte) Roman Wallner, neben dem nur Markus Hiden (2) in dieser Saison mehr als einen Treffer erzielt hat ...
Spannendes Duell zwischen GAK und Sturm
Im Kampf um den zweiten Startplatz in der Champions League-Quali neben Fast-Meister FC Tirol liefern einander der GAK (1:0 in Ried durch ein Amerhauser-Tor nach einer "Auflage" von Ried-Spieler Steininger) und Sturm Graz (5:1 gegen den FC Kärnten) weiter ein Kopf an Kopf-Rennen. Beide Klubs halten nach 29 Runden bei 49 Zählern, doch haben derzeit die "Rotjacken" dank der besseren Tordifferenz die Nase vorn.
Sturm holt gegen Kärnten einiges nach
Die zuletzt enttäuschenden Kicker von Sturm Graz haben beim Schützenfest gegen die Kärntner erstmals im Frühjahr mehr als einen Treffer erzielt und damit wohl auch Präsident Hannes Kartnig wieder etwas besänftigt. Tor Nummer drei steuerte Mario Haas bei, der damit erstmals seit dem 29. September (beim 2:1 gegen die Wiener Austria) wieder ins Schwarze traf. "Wir haben gezeigt, dass wir wieder da sind", konstatierte der Angreifer, der allerdings gegen die Kärntner etliche weitere Top-Chancen ausgelassen hatte.
"Diesmal war nicht mehr für uns drin", urteilte Walter Schachner nach der zweithöchsten Saisonniederlage, durch die seine Truppe auf Rang fünf abrutschte. Neo-Teamspieler Thomas Höller ("Das war nicht unser Tag, das war eine Katastrophe") kam zu einem ähnlichen Schluss, Libero Zeljko Vukovic bescheinigte einigen Mitspielern "zu wenig Erfahrung in der Bundesliga".
Ergebnisse der 29. Runde:
Dienstag:
FC Tirol - Admira Mödling 2:1 (2:0)
Austria Wien - Austria Salzburg 1:0 (1:0)
Mittwoch:
SV Ried - GAK 0:1 (0:0)
Sturm Graz - FC Kärnten 5:1 (2:1)
SW Bregenz - SK Rapid 3:0 (2:0)
Grand Prix von Monaco18:01
Sechster trotz BestzeitSchumi Schnellster in Monaco. Wegen Rückstufung dennoch Webber in der Pole.
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Der ÖFB-TrainingsalltagEin "24-Stunden-Job" für Teamchef Marcel Koller. Klein schießt Zuschauer k.o.
