Star-Gala beim 17. Weltcup der Skimarken
- Rauschendes Fest zum Skisaison-Kehraus im Wr. Rathaus

Es war wieder einmal ein rauschendes Fest. Der 17. "Presse" Weltcup der Skimarken, bei dem Donnerstagabend im Wiener Rathaus wieder einmal die erfolgreichsten Skifirmen im Weltcup ausgezeichnet wurden, vereinte die Creme de la Creme des Skisports, auch wenn die verletzte Renate Götschl ebenso fehlte wie Hermann Maier, der wegen seiner Verletzung im vergangenen Winter keine Punkte für seine Skifirma sammeln konnte.
Gesamtsieger Salomon ist nach Atomic und Rossignol erst die dritte Marke, die den Marken-Weltcup gewonnen hat. Den Preis dafür nahm Generaldirektor Jean-Luc Diard in Empfang.
Stars gab es, wohin man blickte. Von der Dreifachen Olympiasiegerin Janica Kostelic und deren Bruder Ivica über die Weltcupsieger Stephan Eberharter, Michaela Dorfmeister und Sven Hannawald bis zu den Olympiasiegern Fritz Strobl, Daniela Ceccharelli, Carole Montillet bis zu "Weltrekordler" Kjetil Andre Aamodt reichte der Reigen im prunkvollen Festsaal. "Special Awards" gab es für Dorfmeister, Ceccarelli, Hannes Trinkl, Aamodt, Hannawald und die Firma Fischer als erfolgreichste Firma Ski nordisch. Sieger der Kategorie Skischuhe wurde Lange, die erfolgreichste Bindung stellte Salomon.
Dass nach einer langen Saison immer noch genug Ausdauer für eine ausgiebige Feier ist, das beweisen auch Österreichs Weltcupsieger Dorfmeister und Eberharter. Der Tiroler hat auch nach seinem ersten Gesamtsieg bewegte Wochen hinter sich gebracht. "Arbeit, Arbeit, Arbeit", beschrieb Eberharter die Zeit der Ehrungen und öffentlicher Auftritte seit dem Finale in Flachau.
Während Steff" seinen verdienten Urlaub erst im Mai antritt, entspannt sich Dorfmeister noch im April mit einem exotischen Segelturn und wird sich nach ihrem bereits legendären Fanclub-Fest am 20. April erstmals eine Woche Urlaub in jenem spanischen Golfressort gönnen, das seit Jahren ihr Kopfsponsor ist. Mit dem Finale ist das Thema Ski völlig aus dem Kopf der Niederösterreicherin verschwunden. "Vermutlich wüsste ich auf die Schnelle nicht einmal, wie ich mir die Skischuhe zumachen soll", scherzte sie. Sie wird kommende Woche auch die Speed-Disziplinen der österreichischen Meisterschaften in Zauchensee auslassen. Selbiges gilt für Hannes Trinkl, der noch einmal operiert werden musste.
Das get together nutzten auch Trainer und Läufer zum Meinungs- und Informationsaustausch. Neo-Damenchef Herbert Mandl wurde beim langen Gespräch mit Teamleaderin Dorfmeister gesichtet, Alpinchef Hans Pum konnte noch nicht sagen, wann er die Nachfolger für den ehemaligen Herren-Coach Mandl bzw. den Damen-Techniktrainer Mathias Berthold präsentieren kann. "Vielleicht in zwei Wochen, hoffentlich aber schon früher", so Pum.
Die Stories des Abends liefen abseits. Die zurückgetretene Stefanie Schuster brillierte als Co-Moderatorin und schaltete sich live via Handy in die offizielle Verabschiedung des Vorarlberger Verbandes in Dornbirn zu, auf die sie wegen ihres Engagements in Wien verzichten hatte müssen. Der Abend klang für die Kleinwalsertalerin mit einem Misston aus, weil man ihr während ihrer Auftritte die Handtasche gestohlen hatte.
Traurigster Sportler des Abends war aber jener ÖSV-Nachwuchslangläufer, der zu fortgeschrittener Stunde nicht mehr alle Sinne zusammen hatte und sich an einigen Einrichtungs-Gegenständen abreagierte. Er verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam und war am nächsten Tag ein Häufchen Elend. Der 19-jährige Tiroler, immerhin Junioren-Vizeweltmeister, will den finanziellen Schaden wieder gut machen. Gleiches möge für das ohnehin angeschlagene Image der ÖSV-Langläufer gelten.
