Viertakt-Motorräder bei WM wieder zugelassen
- Sieben Fahrer gehen mit den neuen Motoren an den Start
- Valentino Rossi großer Favorit

Mit der am Sonntag in Suzuka beginnenden Motorrad-WM wird eine neue Ära eingeläutet. In der Kategorie MotoGP, die die Halbliterklasse ablöst, sind nach rund zwanzig Jahren Abwesenheit wieder Viertakt-Motorräder zugelassen. Top-Favorit ist der 23-jährige Valentino Rossi, der im Vorjahr die 500-er-Klasse gewonnen hat. Vom fahrerischen Können her kann dem Italiener am ehesten sein Landsmann Max Biaggi gefährlich werden. Allerdings kämpfte Yamaha in den Testfahrten mit großen Problemen.
Vom neuen Reglement, das neben den Zweitakt-Motoren mit einem Hubraum von maximal 500 ccm auch Viertakter bis 990 ccm zulässt, machen vorerst Honda, Yamaha, Suzuki und Aprilia Gebrauch. Die Mehrzahl der Viertakter (190 - 230 PS) sind leistungsmäßig den Zweitaktern (rund 190 PS) überlegen. Je nach Zylinderzahl sind sie jedoch mit einem Gewichts-Handicap behaftet.
Sieben Fahrer sind mit Viertaktern ausgerüstet. Rossi und Tohru Ukawa (JPN) rücken mit Fünfzylinder-Hondas aus, Yamaha stellte für Max Biaggi (ITA) und Carlos Checa (ESP) Vierzylinder-Maschinen bereit wie auch Suzuki für Kenny Roberts (USA) und Sete Gibernau (ESP). Der aus der Superbike-WM zurückgekehrte Regis Laconi (FRA) vertraut auf eine Dreizylinder-Aprilia. Rossi soll ein vor kurzem unterzeichneter Zweijahres-Vertrag mit Honda nicht weniger als zehn Millionen Pfund (16,4 Mio. Euro) bringen.
Favorit auf die Nachfolge des 250-er-Weltmeisters Daijiro Katoh, der in die stärkste Klasse wechselte, ist Marco Melandri (ITA). Chancen eingeräumt werden auch seinem Landsmann Roberto Rolfo sowie Haruchika Aoki (JPN) und Toni Elias (ESP).
