Sperrer gewann zweiten ÖM-Lauf im Lavanttal
- Spannende und kuriose Rallye in Kärnten
- Stohl wegen gebrochenem Achskörper out

Raphael Sperrer hat auf der zweiten ÖM-Station den Zweikampf um den Rallye-Titel 2002 für sich entschieden. Der Oberösterreicher gewann auf seinem Peugeot 206 WRC am Samstag vor 60.000 Zuschauern zum dritten Mal in Folge die Lavanttal Rallye in Kärnten überlegen vor zwei italienischen Fahrern, weil Burgenland-Sieger Manfred Stohl (Ford Focus WRC) in der SP elf mit Achsschenkelbruch aufgeben musste.
Damit führt Sperrer nach zwei Läufen 15 Zähler vor Stohl, der nächste Lauf steigt im Mai mit der Pyhrn-Eisenwurzen.
Stohl hatte den ersten Tag dominiert. Am Samstag verzeichneten dann zunächst beide Piloten in der SP acht kurioserweise an der gleichen Stelle jeweils einen Überschlag, danach dominierte Sperrer. Stohl verzeichnete auf der Aufholjagd zwei Ausritte und beschädigte dabei seinen Focus so schwer, dass er schließlich in der SP elf aufgeben musste.
Zweiter Pechvogel war Beppo Harrach. Der Niederösterreicher fuhr in seinem Gruppe-N-Mitsubishi grandios, erzielte sogar einmal Bestzeit und lag nach dem Out von Stohl bis zur vorletzten Sonderprüfung sensationell auf Platz zwei. Dann aber löste sich der Turboladerschlauch, Harrach verlor neun Minuten und wurde Zehnter. Der Sieg in der Gruppe N ging an Martin Zellhofer im Mitsubishi.
"Am ersten Tag ist Manfred ein sehr hohes Tempo gegangen, mein Rückstand war mit 31 Sekunden erschreckend", gab Sperrer zu. Nach dem Unfall, wo wir beide auf dem Dach gelegen sind, und nach den Reparaturarbeiten begann für uns beide wieder ein Sekundenkrimi, der bis zum Ausfall von Manfred andauerte. Natürlich bin ich mit dem Sieg in Hinblick auf die Meisterschaft zufrieden", sagte Sperrer.
"Für mich lief es nur am ersten Tag optimal. Am Beginn des zweiten Tages wollte ich einfach zuviel. Der Rückstand hat mich angespornt und, wie das üblich ist, in weitere Fehler getrieben. Der Totalausfall schmerzt in Hinblick auf die Meisterschaft", sagte Stohl.
