Montag, 1. April 2002

Koubek sieht Sandplatzsaison mit Freude entgegen

  • Ab Freitag beim Daviscup gegen Rumänien im Einsatz

Ab Freitag trägt Stefan Koubek wieder die Hoffnungen des österreichischen Daviscup-Teams. Nach seinen tollen Matches im Heimspiel gegen Israel in St. Anton will die Nummer eins im heimischen Tennis auch in den schwierigen Auswärts-Partien in Constanta gegen Rumänien die Chancen des ÖTV-Teams hochhalten. Doch auch der weitere Saisonverlauf des 25-jährigen Kärntners steht bis Juli. Nach dem Daviscup-Trip beginnt er mit der Vorbereitung auf die Sandplatzsaison.

"Das Match gegen Voinea am Freitag wird sicher die Schlüsselpartie", meint Koubek, der am Sonntag gemeinsam mit dem ÖTV-Team nach Bukarest flog und dann mit dem Auto zum Schauplatz nach Constanta am Schwarzen Meer weiter fuhr.

Koubek fühlt sich gut in Form
"Da freue ich mich schon drauf, vor allem auch deshalb, weil ich beim Daviscup in St. Anton auf Sand sehr gut gespielt habe. Und fit genug bin ich auch", meint der Schützling von Günter Bresnik, der auf der Tour nun schon seit einigen Monaten von Joakim Nyström betreut wird, im Hinblick auf die Sandplatzsaison. "Der Jokl ist viel ruhiger als Gary, ein typischer Schwede halt", zieht Koubek Vergleiche zu seinem früheren Touring-Coach Gary Muller.

Eine Ruhe, die ihm derzeit durchaus zu Gute kommt, meint er. Von der Form her fühlt sich Koubek nicht schlecht in Form, auch wenn nach dem Viertelfinale bei den Australian Open auf der Tour keine zwei Siege en suite mehr herausgeschaut haben. "Ich habe in Australien sicher schlechter gespielt als in den USA. Aber gegen einen Federer zu verlieren ist keine Schande und auch Sanguinetti (Anm.: Mailand- und Delray-Beach-Sieger) hat heuer schon sehr stark gespielt", sagte Koubek.

Keine Einsätze mehr in der Staatsliga
In der heimischen Staatsliga wird man ihn 2002 übrigens nicht erleben. Der TC Pasching, bei dem der Blondschopf zuletzt gespielt hat, hat sich aufgelöst. Ein anderes, halbwegs adäquates Angebot ist nicht eingetrudelt. Sportlich gesehen für Koubek sicher nicht die schlechteste Lösung, denn nun wird er sich vor Wimbledon bei zwei weiteren Rasenturnieren auf das dritte Grand-Slam-Turnier einschlagen. "Ich spiele auch in Halle und Nottingham. Ich glaube ohnehin, dass ich auf Rasen genauso Punkte machen kann", meint er.

Top 30 als nächstes Ziel
Sein erstes Ziel, das Erreichen der Top 50 der Entry List, hat Koubek bereits erreicht. "Dadurch bin ich bei den Masters-Series-Turnieren im Hauptbewerb, wo man viele Punkte holen kann", sagt Koubek, der sich kontinuierlich gegen Top 30 weiter steigern möchte. Die nächsten Gelegenheiten dazu erhält er in Monte Carlo (ab 15.4.), Barcelona (22.4.), Rom (6.5.), Hamburg (13.5.), St. Pölten (20.5.) sowie bei den French Open (27.5.).

1.4.2002 10:30