Montag, 1. April 2002

Prilasnigs Zukunft bei Aris Saloniki ungewiss

  • Entscheidung soll bis 15. April fallen
  • "Gilli" kann sich Vereinswechsel vorstellen

Gilbert Prilasnig war am Sonntag bei der 0:1-Auswärtsniederlage von Aris Saloniki bei Panahaiki Patras zwar nur Zuschauer, durfte aber am Ostermontag trotzdem feiern: Der Kärntner wurde 29 Jahre alt. Als Grund für sein Fehlen im Meisterschaftsspiel führt der 16-fache Teamspieler die Vereinspolitik an. "Weil es in den nächsten Tagen um die Verlängerung meines Vertrages geht, wollte man mir zeigen, dass es auch ohne mich geht, um den Preis zu drücken", meint Prilasnig.

Bis zum 15. April soll es sich entscheiden, ob der ehemalige Sturm-Verteidiger weiter für Aris spielt, wobei "Gilli" betont, dass er nicht um jeden Preis in Griechenland bleiben will. "Grundsätzlich bin ich hier nicht unzufrieden. Aber im Ausland spielt man ja nur, wenn es auch vom Geld her passt, sonst tut man sich das nicht an. Denn so eine Supertruppe ist Aris auch wieder nicht", sagt Prilasnig.

Falls der Abwehrspieler in finanzieller Hinsicht mit der Vereinsspitze keine Einigung über die Einlösung auf die einjährige Option erzielen sollte, sieht er trotzdem gelassen in die Zukunft: "Ich bin sicher, dass ich wieder einen Verein finden werde."

Dass es nach dem guten Meisterschaftsstart nun im Frühjahr bei Aris alles andere als gut läuft, begründet der ÖFB-Legionär damit, dass seinem Klub vor allem im Angriff entscheidende Kräfte fehlen, um Tore zu schießen. "Hinten stehen wir eigentlich immer gut, haben auch genügend Spieler und bekommen praktisch nie mehr als ein Gegentor. Vorne fehlt's uns dagegen an allen Ecken und Enden", so der Kärntner.

Überrascht war Prilasnig, dass er für den neuen ÖFB-Teamchef Hans Krankl kein Thema für das Slowakei-Match war. Er hofft aber auf eine positive Wende in Sachen Nationalmannschaft. Denn: "So leicht lasse ich mich nicht unterkriegen!"

1.4.2002 10:04