Soldat im Assistenzeinsatz bei Mörbisch getötet
- Schuss löste sich aus Sturmgewehr - Unfall vermutet
- Selbstmord wird nicht ausgeschlossen

Ein 20-jähriger Soldat aus Scheifling (Bezirk Murau), der erst seit gestern an der österreichisch-ungarischen Grenze bei Mörbisch (Bezirk Eisenstadt/Umgebung) seinen Dienst versah, ist in der Nacht auf heute durch einen Schuss aus seinem Sturmgewehr getötet worden. Der Soldat trat seinen Dienst gegen 18.00 Uhr auf einem Hochstand an. Gegen 23.05 Uhr hörte sein Kamerad einen Schuss - er fand den Steirer leblos im Hochstand liegend.
Der sofort alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des jungen Soldaten feststellen. Der Vorfall wird derzeit von Beamten der Grenzgendarmerie und der Tatortkommission des Landesgendarmeriekommandos untersucht. Das Militärkommando Burgenland hat eine Untersuchungskommission eingesetzt. Es wurde ein Unfall bzw. eine unsachgemäße Handhabung der Waffe vermutet.
Auch ein Selbstmord konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden. Dagegen sprach aber, dass kein Abschiedsbrief gefunden wurde. Außerdem soll sich der Soldat nach Aussagen seiner Kollegen auf den Assistenzeinsatz gefreut haben. Zuletzt war es im Mai 2001 zu einem tödlichen Unfall an der burgenländisch-ungarischen Grenze gekommen. An der österreichisch-ungarischen Grenze versehen ständig etwa 2.000 Bundesheersoldaten ihren Dienst.
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