Salzburg: Drogenring mit 250 Mitgliedern ausgehoben
- Handel mit Drogen im Wert von 640.000 Euro nachgewiesen

Einen Suchtgiftring mit rund 250 Angehörigen konnte jetzt die Salzburger Gendarmerie im Pongau ausheben. Den Hauptverdächtigen wiesen die Kriminalisten den Handel von 2,3 Kilo Kokain, 12.500 Stück Ecstasy, 15 Kilo Cannabisprodukte sowie 100 Gramm Speed nach.
Der Marktwert der Drogen beträgt rund 640.000 Euro. Die elf Köpfe des Ringes wurden verhaftet, sieben von ihnen bleiben in Untersuchungshaft, teilte die Sicherheitsdirektion Salzburg heute, Freitag, mit.
Die Kriminalisten haben bereits seit September des Vorjahres ermittelt, heuer im Februar kam es zu den ersten Festnahmen. Rund 150 Verdächtige wurden seither einvernommen. Dabei stellte sich heraus, dass die elf Haupttäter die Drogen beschafft und weiterverkauft haben. 30 weitere Personen waren als zweite Ebene des Ringes anzusehen. Sie haben das Suchtgift an eine große Gruppe weiterverkauft.
Zumeist haben sich diese Dealer mit dem Verkauf den eigenen Drogen-Konsum finanziert. Der große Rest des Ringes waren Konsumenten, die zumeist im engeren Bekanntenkreis "Stoff" weitergegeben haben, aber nichts damit verdienten.
Die Haupttäter sind Österreicher im Alter von 20 bis 40 Jahren und überwiegend Arbeiter, wobei die Hälfte keiner geregelten Arbeit nachgeht. Sie sind von Drogen nicht abhängig und konsumieren Suchtgift nur gelegentlich. Sie haben sich durch den Drogenverkauf ihren Lebensunterhalt finanziert oder aufgebessert, so die Kriminalabteilung der Gendarmerie. Die Suchtmittel wurden vorwiegend aus Wien, Holland und Deutschland in den Pongau eingeführt.
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