Stau auf der Südautobahn vorprogrammiert
- Vierspuriger Ausbau der A2 wird 4 Jahre dauern
- Beim ÖAMTC laufen die Telefone heiß

Die Generalsanierung der A2, der Südautobahn, hat begonnen. Und die ersten Staus haben nicht lange auf sich warten lassen. Daran müssen sich die Autofahrer wohl gewöhnen. Die Bauarbeiten werden nämlich volle vier Jahre dauern!
Vorerst auf der 7,6 Kilometer langen Teilstrecke wird die Autobahn in Fahrtrichtung Graz vierspurig ausgebaut - für voraussichtlich vier Monate. Danach geht es schrittweise weiter nach Süden, Teilstück für Teilstück. Vier Jahre lang.
Eine Fahrspur wird als Gegenverkehr auf der anderen Richtungsfahrbahn geführt; die andere läuft durch die Baustelle. In Richtung Wien stehen drei "geringfügig eingeengte" Fahr- und ein Sicherheitsstreifen zur Verfügung. Der Gegenverkehr soll bis Oktober 2002 andauern.
Ganze Betondecke wird aufgebrochen
Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird die gesamte Betondecke der A 2 in mehreren Bauetappen aufgebrochen und nach einem Recycling-Verfahren wieder verwendet. Im kommenden Jahr werden die Ausbesserungsarbeiten im selben Abschnitt in Fahrtrichtung Wien durchgeführt.
Höchstbelastete Straße Österreichs
Die A 2-Teilstrecke von Wien/Inzersdorf bis zum Knoten Guntramsdorf feiert heuer ihr 40-jähriges Bestandsjubiläum und avancierte mittlerweile zur höchstbelasteten Straße Österreichs. Wurden 1965 noch 6.000 bis 10.000 Fahrzeuge in beiden Richtungen pro Tag gezählt, so sind es heute bereits rund 145.000.
Der vierspurige Ausbau der Südautobahn im Bereich Wien/Inzersdorf - Knoten Guntramsdorf soll nach Angaben der NÖ Landeskorrespondenz gemeinsam mit der B 301 bis Herbst 2006 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für die Generalsanierung werden mit etwa 116,3 Mill. Euro beziffert.
Auf der A1 je ein Fahrstreifen gesperrt
Die Westautobahn (A1) wird im Raum St.Pölten generalsaniert und dreispurig ausgebaut: Spatenstich ist heute um 12.00 Uhr. Die Sperre dauert bis 18.00 Uhr an. Die Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen, auch Lärmschutzmaßnahmen gehören zu dem Projekt, das mit insgesamt 16 Mio zu Buche schlägt - aber auch dringend nötig ist.
Denn im Zuge dieser Bauarbeiten, die bis Ende Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein sollen, wird zur bestehenden Fahrbahn auf beiden Richtungsfahrbahnen endlich ein Pannenstreifen dazugebaut. Für die Zeit der Bauarbeiten ist keine Gegenverkehrsführung notwendig, die bestehenden Fahrspuren auf beiden Seiten werden nach innen zum Mittelstreifen verschwenkt.
Kein Gegenverkehr auf der A1
Die Vermeidung eines Gegenverkehrsbereichs bedeutet für die Autofahrer eine große Erleichterung. Der Verkehr wird während der ersten Baustufe auf zwei schmäleren Fahrspuren geführt. In den folgenden Baustufen können dann bereits fertige Abschnitte mitbenutzt werden und dadurch wird die Fahrspur breiter. Schon Anfang September wird die Baustelle verkürzt.
Gleichzeitig wird ein insgesamt 5,4 Kilometer langer Lärmschutz errichtet. Dabei werden nicht nur die auf beiden Seiten bestehenden Wände erhöht, sondern auch neue, bis zu vier Meter hohe Lärmschutzwände aufgestellt. Allein die Kosten für den Lärmschutz schlagen sich mit 2,23 Millionen Euro zu Buche.
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