Verdächtiger von Chinesinnen-Mord in Wien tot
- Gesuchter Asiate bei Freudenau aus der Donau geborgen
- Keine äußeren Verletzungen, Selbstmord vermutet
Zwei chinesische Frauen sind Anfang Jänner in einer Wohnung in Wien-Favoriten erschlagen bzw. erwürgt aufgefunden worden. Nun wurde bekannt, dass der Tatverdächtige nicht mehr am Leben ist.
Die Leichen der beiden Opfer lagen in einer Bettlade. Als mutmaßlichen Täter verdächtigten die Ermittler den Freund eines Opfers und gleichzeitig Eigentümer der Unterkunft. Die Fahndung nach Jianping Wang (32) verlief allerdings ohne Erfolg. Am 5. März wurde die Leiche eines Asiaten beim Kraftwerk Freudenau aus der Donau geborgen. Laut Dr. Hannes Scherz vom Sicherheitsbüro handelt es sich um den Gesuchten.
An der Wasserleiche wurden bei einer Obduktion keine äußeren Verletzungen festgestellt. Der Chinese ist mit ziemlicher Sicherheit ertrunken, die Kriminalisten gingen von einem Selbstmord aus. Endgültige Klarheit soll nun eine chemische Untersuchung bringen, deren Ergebnis in einigen Wochen zu erwarten ist.
Der genaue Grund für die Tat an den beiden Frauen Binbin Shan (23) und Xiaofang Xie (38) wird vermutlich nie geklärt werden. Dr. Hannes Scherz vom Sicherheitsbüro ging jedoch von einem persönlichen Motiv wie Streit oder Eifersucht aus. Der mutmaßliche Mörder Jianping Wang war der Freund der 38-Jährigen, dürfte aber auch mit der jüngeren Chinesin intim gewesen sein. Außerdem hatte der 32-Jährige Geldprobleme und sich immer wieder Bares von Xie ausgeborgt.
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