Mittwoch, 3. April 2002

Regierung tagt in Obertauern zum Thema Toursimus

  • Schüssel: "Tourismus ist Rückgrad für ländlichen Raum"
  • Riess-Passer: Neue Ideen für Sommertourismus notwendig

Der Tourismus ist in Österreich einer der wichtigsten Wirtschaftszweige, die direkte und indirekte Wertschöpfung von Tourismus und Freizeit lag im Jahr 2001 bei 16,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Grund genug für die Regierung mit Experten über die Zukunft des Tourismus zu diskutieren.

Die Zukunft des österreichischen Tourismus steht heute, Donnerstag, im Mittelpunkt einer Tourismus-Konferenz, zu der sich 9 Regierungsmitglieder und 150 Tourismusexperten in Obertauern (Salzburg) eingefunden haben.

"Der Tourismus ist ein Rückgrad für den ländlichen Raum", sagte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) heute bei der Eröffnung der Tourismus-Konferenz. Die alpine Region wäre entvölkert und nicht lebensfähig, wenn es keine Tourismus gebe. Dennoch sollte die Tourismusbranche auch nach einer guten Saison innehalten und über die Schwächen des Tourismus und Verbesserungen nachdenken.

"Der Tourismus ist nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber, sondern auch Steuerzahler", stellte Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) fest. Neue Trends würden für die Innovationsfähigkeit der Branche sprechen, auch die gute Infrastruktur trage in Österreich zum Erfolg des Tourismus bei. Dennoch müsse man vor allem für den Sommertourismus "neue Möglichkeiten und Ideen" finden und im Sommer stärker jugendliches Publikum abseits der klassischen Bereiche wie Bergwandern ansprechen.

Die Konferenzteilnehmer ziehen sich am Nachmittag in Arbeitskreisen zurück, in denen die österreichische Tourismuspolitik aus politischer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht diskutiert werden soll.

3.4.2002 21:10