Algerien: Anschlag mutmaßlicher Moslem-Extremisten
- 21 Soldaten in Hinterhalt getötet

Mutmaßliche moslemische Extremisten haben im Westen Algeriens 21 Soldaten getötet. Die Soldaten seien bei einer Durchsuchungsaktion in der bergigen Region Saida rund 430 Kilometer südwestlich von Algier in einen Hinterhalt geraten, verlautete aus Armeekreisen am Dienstag. Die Identität der Täter war vorerst ungeklärt. Die Region gilt als Hochburg der fundamentalistischen Bewaffneten Islamischen Gruppen (GIA). Es war das blutigste Attentat in Algerien seit Beginn des Jahres.
Die Untergrundorganisation GIA, die eine Republik auf Basis des islamischen Rechts anstrebt, steht dem Versöhnungskurs von Präsident Abdelaziz Bouteflika feindlich gegenüber. Anfang Februar töteten algerische Sicherheitskräfte GIA-Chef Antar Zouabri. Auf internationalen Druck hatte Bouteflika 1999 ehemaligen Kämpfern der bewaffneten Islamischen Heilsarmee (FIS) sowie Angehörigen zweier weiterer kleiner Extremistengruppen eine Amnestie gewährt.
Die GIA und ihre Splittergruppe GSPC lehnten dies jedoch ab und attackieren bis heute wahllos Sicherheitskräfte, alte Menschen, Frauen und Kinder. Insgesamt kamen seit Beginn des Bürgerkriegs bei unzähligen Massakern, Überfällen und Kämpfen zwischen Milizen und Armee mehr als 100.000 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Zivilisten.
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