Hintertuxer Gletscher: Bub in Gletscherspalte gestürzt
- Niederländer war im freien Gelände auf Skiern unterwegs
Ein Abstecher in den ungesicherten Skiraum am Hintertuxer Gletscher im Tiroler Bezirk Schwaz ist einem achtjährigen Urlauberkind aus den Niederlanden am Dienstagmittag zum Verhängnis geworden. Der Bub war dort mit seinem älteren Bruder unterwegs und stürzte in eine Gletscherspalte. Trotz einer "dramatischen Rettungsaktion" kam für das Kind jede Hilfe zu spät.
Das Unglück ereignete sich gegen 12.00 Uhr im Bereich des Großen Kaserers in einer Höhe von etwa 3.000 Metern. Der Achtjährige verließ mit seinem Bruder das gesicherte Skigebiet und kam im freien Gelände zu Sturz. Nach Angaben der Gendarmerie wollte er zu Fuß ein Stück weiter gehen und übersah vermutlich die schneebedeckte Gletscherspalte.
Schwierig gestaltete sich dann die Rettungsaktion in der etwa ein Meter breiten und bis zu 60 Meter tiefen "V-Spalte", teilte ein ÖAMTC-Sprecher mit. Der Notarzt des alarmierten Rettungshubhubschraubers Christophorus 1 musste "sehr tief" in die Spalte abgeseilt werden. Teilweise kopfüber im Seil hängend, habe er den Buben zu retten versucht. Auch die Berg- und Pistenrettung waren bei der Bergung im Einsatz. Die Ermittlungen der Gendarmerie waren vorerst noch im Gange.
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