Großer Anabolika-Schmuggel in Kärnten aufgedeckt
- 200.000 Tabletten, 2.500 Ampullen im Warenwert von 110.000
- Vier Täter ausgeforscht

Der Kärntner Zoll hat einen großen Schmuggel von Anabolika aufgedeckt. 200.000 Tabletten und 2.500 Ampullen, welche aus Slowenien ins Land gebracht wurden, konnten beschlagnahmt werden. Als Täter wurden vier slowenische Staatsbürger ausgeforscht. Gegen sie wurde ein Verwaltungs- und ein Finanzstrafverfahren eingeleitet.
Anabolika-Schmuggel zwischen Slowenien und Österreich gibt es seit eineinhalb Jahren. Im November 2000 wurden erste Ermittlungen geführt, die zur Ausforschung von einigen Einzeltätern führten. "Auf die nunmehrigen Täter sind wir durch den Hinweis eines Klagenfurter Postbeamten gestoßen", sagte der Leiter der Zollfahndung Klagenfurt, Alfred Klaming, am Mittwoch bei einem Pressegespräch. "Ihm war eine Vielzahl von Postsendungen mit gleicher Aufmachung aufgefallen, wobei die Postleitzahlen mit den Ortsnamen nicht übereinstimmten."
Die Zollfahndung fand bald heraus, dass die Geschäftsanbahnung über Internet erfolgte. Danach erfolgte die Bestellung mit gleichzeitiger Vorausbezahlung des Kaufpreises in bar oder mittels Scheck. Die Schmuggelware wurde schließlich über Postesendungen ausgeliefert.
Insgesamt wurden in Kärnten von den Fahndern 674 Postsendungen an Kunden in Deutschland, Schweden, Italien, Frankreich, aber auch in den USA, Japan und Korea sicher gestellt. In Postfächern befanden sich 65 Geldsendungen von beträchtlichem Wert.
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