"Drogen-Supermarkt" in Wien-Ottakring geschlossen
- Sechs Verdächtige in Haft

Einen gut florierenden "Drogen-Supermarkt" im Keller eines Lokales haben Beamte vom Kommissariat Ottakring ausgehoben. Sechs Verdächtige, die seit August vergangenen Jahres etwa 100 Kilo Haschisch und Marihuana in Umlauf gebracht haben sollen, sitzen in U-Haft. Ein Abhängiger war nach Versiegen seiner Suchtgift-Quelle derart verzweifelt, dass er sich bei den ermittelnden Polizisten um andere Bezugsquellen erkundigte.
Das berichtete am Ostermontag Oberstleutnant Georg Rabensteiner.
Dem Zugriff der Kriminalisten waren Hinweise auf die illegalen Geschäfte sowie Anrainerbeschwerden über das vermehrte Auftreten von süchtigen Personen vorausgegangen. Lokalkontrollen durch Uniformierte hatten weder Händler noch Konsumenten beeindruckt. Bei der konzentrierten Aktion am 15. März konnten dann aber die beiden "Dealer des Tages" Alen P. (24) aus Wien-Landstraße und Dejan G. (27) aus der Donaustadt festgenommen und 2.500 Euro "Tageslosung" sichergestellt werden.
Im Zuge der Ermittlungen klickten für vier Komplizen die Handschellen. Die sechs Männer sollen laut Rabensteiner an 120 Konsumenten täglich mindestens 450 Gramm Haschisch und Marihuana veräußert haben. 20 Käufer wurden angezeigt - einige von ihnen wollten am Tag der "Drogensupermarkt-Schließung" von den Kriminalbeamten Suchtgift erwerben. Der Besitzer des Lokals verdiente übrigens auch mit: Von den Vorgängen im Keller will er zwar nichts gewusst haben, jeder Kunde musste jedoch ein Getränk berappen.
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