Mittwoch, 27. März 2002

Gusto-Szene im Umbruch

  • Küchenstars von morgen auf der Überholspur
  • Insidertipps von FORMAT

In den Küchen der Restaurants reift eine neue Generation talentierter, aber auch exzentrischer Kochvirtuosen heran. Ihnen ist eines gemein: Sie sind ehrgeizig, lechzen nach Ruhm und wollen möglichst schnell den Kocholymp erobern.

Zur Situation: Die Feinschmecker der Stadt lecken sich bereits die Finger. Fabio Giacobello, Gastronomieprofi aus Mailand, will Ende Mai in der Wiener Innenstadt ein neues Restaurant eröffnen. Nicht irgendeines, sondern Wiens aufregendstes Schlemmerlokal – in bester Lage und nach Vorbild internationaler Weltstadtrestaurants.

Der neue Tempel der Lust soll die Konkurrenz das Fürchten lehren. Die Chancen stehen gar nicht schlecht, denn Giacobello ist auf diesem Gebiet schon einiges gelungen. Unter anderem hat er den schicken Innenstadtitaliener Novelli in lichte Höhen geführt. Dabei wurden zwar gleich zwei hochtalentierte Köchinnen verschlissen, doch beide Damen verdanken ihren Auftritten im Novelli steigende Popularität: Die Gerer-Schülerin Martina Willmann, derzeit im Schwarzen Kameel, und Irmgard Sitzwohl, sie wechselte inzwischen in die Schwedenkapelle in der Nähe von Kitzbühel, gelten seither als Küchenstars von morgen.

Köche, die danach lechzen, daß ihre Karriere aufgeht wie ein Topfensoufflé, gibt es derzeit landauf, landab genug. Während saturierte Küchenchefs wie Reinhard Gerer, Jörg Wörther, Helmut Österreicher, die Brüder Obauer oder Walter Eselböck ihren Platz am Kocholymp längst erreicht haben, wetzt bereits eine neue Generation die Messer und rüstet zum Kampf um die ersten Plätze.

Und sicher ist: Bis Ende März muss Fabio Giacobello für sein neues Lokal eine Koch verpflichten. Er verrät, es wird einer aus der jungen Generation sein. Nur wer?

27.3.2002 13:36
GUSTO-Rezeptsammlung