Wintertourismus boomt: Nächtigungsplus im Februar
- Rund zwei Drittel der Urlauber reisten aus dem Ausland an
- Anstieg der Nächtigungen um 3,2 Prozent
Nach rückläufigen Nächtigungszahlen im Jänner hat der österreichische Wintertourismus jetzt einen Schub erhalten. Durch durch das Plus im Februar 2002 von 5,3 Prozent legte die Zahl der Übernachtungen in den ersten zwei Dritteln der Wintersaison 2001/2002 (November 2001 bis Februar 2002) auf 38,71 Millionen zu, was einem Anstieg um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, meldete die Statistik Austria am Freitag.
Das "erfreuliche Ergebnis" der letzten vier Monate brachte vor allem die Vorliebe der Ausländer (plus 3,9 Prozent) für Österreich hervor, während die Inländer-Nächtigungen nur leicht zunahmen (plus 0,9 Prozent). Gefragt waren nach wie vor Nobelherbergen der 5- und 4-Sterne-Kategorie.
Die Zunahme der Gästezahl war von November 2001 bis Februar 2002 mit einem Plus von 3,1 Prozent ähnlich hoch wie die der Nächtigungen. Rund zwei Drittel der Urlauber reisten aus dem Ausland an, ein Drittel waren Einheimische. Die meisten Gäste kamen wieder aus Deutschland (3,45 Millionen). Die Reiseunlust der Amerikaner schlug sich sowohl in geringeren Gäste- als auch Nächtigungszahlen nieder. Die Zahl der Übernachtungen sank in den vergangenen vier Monaten um 19,3 Prozent, jene der Ankünfte um 23,1 Prozent . Von den Deutschen erholten sich 0,6 Prozent mehr Gäste in Österreich, diese buchten aber um 0,4 Prozent weniger Übernachtungen.
Das Plus bei Nächtigungen und Ankünften in diesem Zeitraum ging vor allem auf die gesteigerte Präsenz der Niederländer zurück. Auch bei Schweizern, Italienern und Briten stand Österreich in der Wintersaison hoch im Kurs.
Mit Ausnahme von Niederösterreich (minus 3,1 Prozent), Wien und Kärnten waren in allen Bundesländern im Vergleich zu den ersten vier Monaten der Wintersaison 2000/2001 Nächtigungszuwächse festzustellen. Die besondere Vorliebe galt Salzburg, dem Burgenland und Voralberg, die bei den Nächtigungen um 5,5 Prozent, 5,1 Prozent sowie 4,8 Prozent zulegten. Auch in Tirol, der Steiermark und in Oberösterreich betteten sich mehr Urlauber. Mit rund 15, 6 Millionen wurden die meisten Nächtigungen von Ausländern in Tirol gebucht, die inländischen Gäste (2,24 Millionen Übernachtungen) zogen Städteurlaub in Salzburg vor.
Die Vorlieben im Februar unterscheiden sich von den bisherigen Trends. Das größte Nächtigungsplus mit 8,5 Prozent gab es in Voralberg, gefolgt von Wien und dem Burgenland . Auch Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark legten im vergangenen Monat bei den Übernachtungen zu. Im nächtigungsstärksten Bundesland Tirol (6,89 Millionen Übernachtungen) wurden im Februar 2002 um 6,4 Prozent mehr Nächtigungen und um 4 Prozent mehr Gäste gezählt.


