VIVA rutschte 2001 tief in die roten Zahlen
- Der Musiksender will noch heuer wieder in die Gewinnzone

Der Musiksender Viva Media ist im abgelaufenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht, allerdings weniger stark als von ihm zuletzt erwartet. Der Kölner TV-Konzern, der unter seinem Dach den gleichnamigen Musiksender und die Comedy-Schmiede Brainpool vereint, will in diesem Jahr aber wieder schwarze Zahlen schreiben, kündigte Konzernchef Dieter Gorny kündigte am Donnerstag an.
Damit werde der Konzern bereits eineinhalb Jahre früher als beim Börsengang im Juli 2000 prognostiziert in die Gewinnzone zurückkehren.
Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen trotz der schlechten Werbekonjunktur seinen Umsatz um knapp neun Prozent auf 60 Mio. Euro steigern. Der Konzernjahresfehlbetrag lag mit knapp 10 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau. Doch konnte nach Unternehmensangaben bereits im vierten Quartal 2001 beim Betriebsergebnis (EBITDA und EBIT) "eine deutliche Rückkehr in die Gewinnzone" erreicht werden. Grund für die Verbesserung war die Entkonsolidierung der verlustträchtigen Viva Plus Fernsehen GmbH, mit ihren Programmen "Viva Zwei" und "Vivadigital", die ab Oktober 2001 als Joint Venture mit AOL Time Warner weitergeführt wird.
Im laufenden Jahr erwartet der Konzern vor allem dank der Akquisition von Brainpool eine Verdoppelung des Umsatzes auf etwa 125 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde sich auf etwa 44 Mio. Euro verbessern, das betriebliche Ergebnis (EBIT) auf 37 Mio. Euro, prognostizierte Viva.
Vorstandsmitglied Jörg Grabosch betonte, im Kerngeschäft von Brainpool erwarte das Unternehmen dank der Erfolgsformate TV total, Die Wochenshow, elton.tv und Ladykracher sowie auf Grund neuer Formate einen deutlichen Umsatzanstieg. Gleichzeitig verfüge der Konzern mit Viva Musik TV in Deutschland über ein trotz der Konjunkturkrise ertragreiches Kerngeschäft, ergänzte Finanzvorstand Christian Gisy.

