Altes Geld bei Euro-Notenbanken oder Post umtauschen
- Nationalbanken stellen am Freitag Tausch alter Währungen ein
- Umtausch nationaler Währungen noch bis 29. März gebührenfrei
Wer noch allerletzte Rest-Barbestände in D-Mark, Lira und Co hat, muss für den Tausch in Euro ab Freitag in die nationalen Notenbanken der jeweiligen Euro-Länder. Oder nutzt den Postweg: Die Zentralbanken bieten ein Wertschriftensystem. Bis 29. März, 15.00 Uhr können Banknoten aus anderen Euroländern bei der OeNB bis zu einem Gegenwert von 3.000 Euro gebührenfrei getauscht werden.
Wer etwa in Portugal noch einen Tausend-Schilling-Schein findet, kann ihn per Wertbrief unter Angabe der Kontonummer an die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) schicken, die OeNB überweist dann den Euro-Gegenwert auf das Kundenkonto.
Wer in Österreich noch alte D-Mark hat und sich nicht selbst im Zuge eines Deutschland-Aufenthalts zu den Zweiganstalten der deutschen Bundesbank bzw. Landeszentralbanken begeben will, kann das alte Geld an die Deutsche Bundesbank (nicht: OeNB) senden. Die Bundesbank schreibt den Euro-Betrag direkt auf das Konto des Kunden gut.
Umtausch bis Ende März gebührenfrei
Bis Ende März können Banknoten aus anderen Euroländern - mittlerweile ja keine gesetzlichen Zahlungsmittel mehr - bei der OeNB bis zu einem Gegenwert von 3.000 Euro gebührenfrei getauscht werden. Wer in Österreich also noch immer Restbestände an Valuten der nationalen Euro-Vorgängerwährungen hat und sich Spesen ersparen will, muss das alte Geld nun schnell bei der OeNB umtauschen: Die Frist läuft am Karfreitag, den 29. März 2001 um 15.00 Uhr ab. Dann gehen die Filialen auf Osterurlaub.
Unterschiedliche Fristen in Euro-Ländern
Höchst unterschiedlich sind in Euroland allerdings die Fristen, innerhalb derer die ehemaligen nationalen Währung umgetauscht werden können. Unbefristet können alte Münzen und Scheine nur in Österreich, Deutschland, Irland und Spanien getauscht werden. In Belgien und Luxemburg gilt der unbegrenzte Umtausch nur für Scheine, nicht aber für Münzen. In Portugal beispielsweise können Escudo-Münzen nur bis Ende 2002 umgetauscht werden. In Finnland und Italien gilt die Münz-Umtauschfrist immerhin bis 28. Februar 2012.
Seit Einführung des Euro als Buchgeld 1999 bis Ende März 2002 haben die Notenbanken der Eurozone den kostenlosen Tausch von Banknoten der nationalen Währungen (DM, Lira, Franc. etc) angeboten. In Österreichs Notenbankenkassen wurden dabei bis jetzt über 435.000 Transaktionen mit einem Volumen von rund 380 Mill. Euro durchgeführt. Auf die drei Monate im Jahr 2002 entfielen allein 100.000 Wechselvorgänge, das waren an einzelnen OeNB-Schaltern nicht selten einige Hundert Abwicklungen pro Tag.
Der kostenlose Valutentausch der OeNB habe sich für die heimische Bevölkerung in jedem Fall ausgezahlt, hieß es am Mittwoch in einer Notenbank-Mitteilung. Durch die nicht eingehobenen Wechselgebühren hätten sich die Österreicher rund 5 Mill. Euro erspart.
"Ab Ende dieser Woche müssen die nationalen Währungen bei den jeweiligen Notenbanken - üblicherweise auf dem Postweg - getauscht werden. Die OeNB steht den Bürgern bei Fragen natürlich weiterhin beratend zur Seite", so Wolfgang Duchatczek, verantwortliches Direktoriumsmitglied der OeNB für die Euro-Bargeldumstellung. Die OeNB hilft auch mit Adressen der anderen Euro-Notenbanken aus. Schillingbanknoten und -münzen der aktuellen Serie werden von der OeNB weiterhin unbegrenzt getauscht, für Banknoten früherer Serien gelten die bereits kommunizierten Fristen.
Info
Adressen und Öffnungszeiten sämtlicher Stellen für kostenlosen Umtausch von Geldscheinen in den Euroländern dokumentiert das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) im Internet unter http://www.evz.de (Rubrik "A-Z" unter dem Stichwort "Devisentausch in EWU-Staaten"). Die Zweigstellen der OeNB sind unter http://www2.oenb.at/adress_p.htm zu finden.

