Mittwoch, 27. März 2002

Vor Ostern: Ölpreis klettert auf Sieben-Monats-Hoch

  • "Kriegsaufschlag" wegen Spannungen im Nahen Osten
  • Ölbörsen am heutigen Freitag geschlossen

Der Ölpreis hat vor den Osterfeiertagen ein Sieben-Monats-Hoch erreicht. Sorgen um mögliche Engpässe und die Spannungen im Nahen Osten hätten die Fonds dazu veranlasst, ihre Positionen vor den Osterfeiertagen aufzubauen, sagten Händler. Zuletzt war ein ähnlich hoher Preis vor sieben Monaten im August erreicht worden. Damit befindet sich der Ölpreis klar innerhalb des von der OPEC angestrebten Preisbandes zwischen 22 und 28 Dollar.

An der Londoner Warenterminbörse International Petroleum Exchange (IPE) stieg der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai am Donnerstag bis zum Handelsschluss um 48 Cents auf 25,92 Dollar (29,67 Euro). In New York notierte die US-Ölsorte Leicht 41 Cents fester auf 26,28 Dollar je Barrel. Am Freitag bleiben die Ölbörsen in London und New York geschlossen.

Händler hatten eine späte Kaufwelle von Fonds vorhergesagt, die ihre Positionen vor den Osterfeiertagen aufbauen würden. Die erhöhte Nachfrage sei auch von der Hoffnung auf eine Konjunkturerholung in den USA angetrieben worden. hieß es. Die Spannungen im Nahen Osten seien für einen "Kriegsaufschlag" auf den Rohölpreis von zwei bis drei Dollar verantwortlich, sagten Analysten. Dies gelte auch nach der Bekräftigung Saudiarabiens, das Land könne mögliche Engpässe kompensieren.

Die OPEC hatte gemeinsam mit wichtigen unabhängigen Förderländern wie Mexiko, Norwegen und Russland die Produktion drastisch zurückgefahren, um den Ölpreis nach oben zu drücken. Noch im Februar hatte ein Barrel OPEC-Öl nur 18,89 Dollar (21,62 Euro) gekostet.

27.3.2002 12:46