Dienstag, 26. März 2002

EU-Satellitennavigationssystem in Phase I

  • Private von erster Phase ausgeschlossen
  • Konkurrenz zum US-System GPS

Die Verkehrsminister der EU haben am Dienstag in Brüssel grünes Licht für das EU-Satellitennavigationssystem Galileo gegeben. Die Entscheidung ist einstimmig gefallen, teilte ein Sprecher des EU-Rates zu Mittag mit.

Zunächst wird die erste Phase eingeläutet, in der es vor allem um die Entwicklung und Ausschreibung des Projektes geht, das in Konkurrenz zum US-System GPS mittels Satelliten genaue Positionsbestimmungen auf der Erde ermöglichen soll. Anfangs dürfen sich Privatunternehmen nicht beteiligen, so der Sprecher. Private werden erst eingebunden, wenn die Ausschreibung über die Bühne gegangen ist.

Für die erste Phase stellt die EU aus Mitteln der transeuropäischen Netze 450 Mill. Euro zur Verfügung. Die Europäische Weltraumagentur (ESA) bringt weitere 550 Mill. Euro auf. Die gesamten Kosten für die Errichtung des Systems mit 20 Satelliten soll 3,6 Mrd. Euro kosten. Die EU-Kommission soll Ende 2003 über das Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens berichten, heißt es in dem heutigen Beschluss der EU-Verkehrsminister.

26.3.2002 12:30