voestalpine beschloss Kapitalerhöhung um bis zu 20 %
- Ausbau in Richtung Verarbeitungskonzern geplant
Der Vorstand der voestalpine AG, Linz, hat in seiner Sitzung am Freitagabend in Linz wie erwartet mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung um bis zu 6,6 Millionen Stück neue Aktien oder um bis zu 20 Prozent des derzeitigen Grundkapitals beschlossen.
Dies teilte das Unternehmen heute früh in einer Ad-hoc-Aussendung mit.
Mit der Aufnahme von neuem Kapital solle die Finanzierung des weiteren Ausbaus der voestalpine-Gruppe in Richtung Verarbeitungskonzern sichergestellt werden, hieß es weiter.
Konkret beschloss der Vorstand nun, dass das von der Hauptversammlung am 7. Juli 1999 eingeräumte genehmigte Kapital bei günstigen Marktbedingungen ausgenützt werden solle. Als Emissionsführer wurde die Investmentbank UBS Warburg beauftragt. Als Co-Lead-Manager fungiert die Raiffeisen Centrobank.
Angaben darüber, in welchem Ausmaß die Staatsholding ÖIAG bei dieser Kapitalerhöhung um insgesamt bis zu 20 Prozent auf ein Nominale von bis zu 287,78 Mill. Euro mitziehen wird, wurden am Montag zunächst nicht gemacht.
Nach bisherigen Angaben wurde erwartet, dass der Hauptaktionär ÖIAG 18,9 Prozent der jungen Stückaktien beanspruchen wird, womit die Staatsholding mit der Hälfte ihrer derzeitigen Anteilsquote von 37,8 Prozent mitmachen würde. Der ÖIAG-Anteil würde dann dementsprechend auf knapp unter 35 Prozent sinken.
Nach aktuellem Börsekurs - 31,51 Euro je Aktie beim Börsenschluss am Freitag - würden der voestalpine aus der Kapitalerhöhung rund 208 Mill. Euro zuwachsen. Sollte die ÖIAG zur Hälfte ihrer Anteilsquote mitziehen, würde sie dies rechnerisch rund 39,3 Mill. Euro kosten.

