Samstag, 30. März 2002

Segeln: Österreicher vor Palma tödlich verunglückt

  • Nach Kenterung bei Starkwind unter dem Großsegel ertrunken
  • ÖSV-Asse Hagara und Co in Trauer

Ein schrecklicher Unfall hat am Karfreitag in Spanien für Bestürzung im Lager von Österreichs Tornado-Seglern gesorgt. In der letzten Wettfahrt der Trofeo Princesa Sofia vor Palma de Mallorca ist das Boot des Brüderpaares Johannes und Martin Häupl (SC Attersee) wegen Starkwindes gekentert, der 30-jährige Johannes Häupl geriet dabei im Trapez hängend unter das Großsegel und verunglückte tödlich.

Später wurde bekannt, dass das Boot durchgekentert und Johannes Häupl unter dem Trapez so unglücklich eingeklemmt war, dass er sich nicht mehr befreien konnte. Der Segler musste mit Schneidegeräten von oben befreit werden. Die Regatta wurde danach annulliert, die Zeremonie, an der traditionell König Juan Carlos und Königin Sofia die Preise übergeben, abgesagt.

Die Hilfe von Bruder Martin kam ebenso zu spät wie jene der Helfer in den herbei geeilten Rettungsbooten. Auch die Reanimierung durch den Notarzt blieb erfolglos. Das Brüderpaar aus St. Georgen bestritt seine erste internationale Saison.

Extreme Betroffenheit herrschte natürlich danach bei Österreichs Spitzenseglern. Olympiasieger Roman Hagara kam als Zweiter ins Ziel, Bruder Andreas als Siebenter, keiner konnte zunächst aus Trauer Stellung beziehen.

30.3.2002 07:55