Rücktritt dementiert - Grabner will doch weiter fahren
- "Wenn Grabner gesund ist, fährt er weiter"
- Ab nächster Saison wird unter FIS-Obhut geboardet

Grabner dementierte zuvor verbreitete Meldungen, dass seine Karriere vor dem Ende sei. "Da ist was mit falschen Ohren gehört worden, das ist anders rübergekommen, wie es gemeint war. Wenn Grabner gesund ist, fährt er weiter", erklärte der Kärntner.
Grabner laboriert noch an den Folgen einer Kreuzband-Verletzung im Knie, wird sich nächste Woche einem operativen Eingriff unterziehen. "Das ist das Einzige, was mir die Motivation derzeit ein bisschen raubt", sagt er. Danach will er sich mit dem ÖSV zusammen setzen und über eine mögliche Teilnahme an FIS-Rennen in der kommenden Saison diskutieren. "Ich habe heuer mit dem ÖSV gut zusammen gearbeitet, hatte keine Probleme. Ich stehe den Verhandlungen mit dem ÖSV deshalb positiv gegenüber", betonte Grabner.
ISF-Tour vor dem Aus
Die wohl letzten Tour-Champions der International Snowboard Federation (ISF) sind die Schweizer Gilles Jaquet und Ursula Bruhin. Während Jaquet am späten Donnerstagabend im Nacht-Duel in Davos nach seinen Erfolgen in Laax und Leysin auch auf der dritten Station erfolgreich blieb, genügte Bruhin ein zweiter Platz hinter ihrer Landsfrau Perrine Bühler, um sich zum zweiten Mal nach 2000 zur ISF-Alpin-Weltmeisterin zu küren. In der kommenden Saison können die Champions ihre Klasse wohl nur noch bei der FIS unter Beweis stellen - die Tage der ISF sind gezählt.
Am Rande des nächtlichen Alpin-Spektakels verdichteten sich die Anzeichen, dass der mit rund 375.000 Dollar (429.209 Euro) verschuldeten ISF nun endgültig das Aus bevorsteht. Noch am Freitagnachmittag wollte die Fahrervereinigung PSA in Davos die Rider über ihrer Zukunft informieren.
Übertritt zur FIS praktisch unausweichlich
Klar scheint schon jetzt, dass die gesamte Alpin-Bewegung der ISF aufgelöst wird. Demnach bietet kommende Saison nur noch der ehemals konkurrierende Internationale Ski-Verband (FIS) eine mindestens 13 Stationen umfassende Alpin-Tour an. "Für den Sport ist die neue Lösung wohl der beste Weg. So treten künftig immer die Besten gegeneinander an", kommentierte Olympiasieger Philippe Schoch die nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung.
Ob sich zur Fortsetzung eines eigenständigen ISF-Freestyle-Wettbewerbs genügend Sponsoren finden lassen, mochte PSA-Vertreter Peter Bayer im Vorfeld der wegweisenden Generalversammlung nicht bestätigen. Eine Profi-Tour sei aber geplant: "Mir liegen einige Zusagen von Veranstaltern vor", erklärte Bayer.
