Niederlande stark: 1:0-Sieg über Spanien
- Tschechien gegen Wales nur Remis
- Kamerun erreicht gegen Argentinien 2:2

Nach der verpassten Qualifikation für die Fußball-WM 2002 scheinen die Niederländer nun mit voller Kraft Kurs auf die EM 2004 zu nehmen. In einem Testspiel für die Qualifikations-Phase, in der sie in Gruppe 3 u.a. auf Österreich treffen, waren die "Oranjes" gegen den früheren ÖFB-"Dauerrivalen" Spanien in Rotterdam klar überlegen und siegten 1:0.
Tschechien, der zweite große Brocken in der Österreich-Gruppe, kam in Cardiff gegen die defensivstarken Waliser über ein 0:0 nicht hinaus, wobei ein Treffer von Jan Koller wegen Abseits aberkannt wurde. Moldawien verlor zu Hause gegen Ungarn mit 0:2.
Hollands Teamchef Dick Advocaat scheint seine Mannen bereits gut in Schuss gebracht zu haben, den entscheidenden Treffer markierte Kapitän Frank de Boer mit einem Kopfball nach Corner von Roy Makaay (32.). "Mit Ausnahme der ersten zehn Minuten bin ich sehr zufrieden. Obwohl ein 2:0 oder 3:0 auch drinnen gewesen wäre", bilanzierte Advocaat zufrieden.
Moldawier trotz Niederlage optimistisch
Mit Moldawien unterlag ein weiterer Gegner der Krankl-Schützlinge zwar zu Hause in der Hauptstadt Chisinau Ungarn 0:2, man fühlt sich aber dennoch auf einem guten Weg. "Wir haben gut gespielt, das einzige Problem war das Resultat. Wenn wir so weitermachen, werden wir in der Qualifikation einige überraschen", meinte Neo-Teamchef Viktor Pasulko nach seinem Debüt optimistisch. Die Weißrussen waren spielfrei.
Kamerun mit großen Zielen
Die "Löwen" aus Kamerun befinden sich nach ihrem Sieg beim Afrika-Cup weiterhin in Hochform, trotzten in Genf WM-Titelanwärter Argentinien nach zweimaligem Rückstand ein 2:2 ab und kommen Mitte April als klarer Favorit zum Freundschaftsspiel gegen das ÖFB-Team nach Wien. Der Deutsche Winnie Schäfer, seit Amtsantritt als Kameruns Teamchef im vergangenen Jahr ohne Niederlage, träumt nun schon von Wundertaten bei der Endrunde in Südkorea und Japan: "Wir wollen weiter als bei der WM 1990 kommen." Ein großes Vorhaben, schließlich kamen die Afrikaner bei der WM vor zwölf Jahren in Italien bis ins Viertelfinale, wo sie England 2:3 nach Verlängerung unterlagen.
Frankreich demontiert Schottland
Respekt einflößend hat Titelverteidiger Frankreich seinen WM-Countdown fortgesetzt, nach dem 5:0 gegen Schottland (Debüt von Teamchef Berti Vogts) vor 75.000 Zuschauern im Stade-de-France bremst jedoch Nationaltrainer Roger Lemerre die Euphorie: "Wir sind kein Dream-Team. Wir sind sehr gut organisiert, diszipliniert und spielen einen einfachen Fußball. Vor der Pause haben wir vier Mal aufs Tor geschossen und vier Tore gemacht."
Deutschland-Trainer Völler nach Sieg erleichtert
Deutschland steckte beim 4:2 gegen die USA in Rostock auch den Ausfall von 15 Spielern sowie einen 0:1-Rückstand weg und feierte die wiedergewonnene Charakterstärke. "Ich bin erleichtert und froh, dass die Spieler so mitgezogen haben. Man merkt, dass wir eine Einheit geworden", freute sich DFB-Teamchef Rudi Völler.
Portugal blamiert sich gegen Finnland
Für die größten Überraschungen des Länderspiel-Mittwochs, an dem über 50 Nationalteams engagiert waren, sorgten Finnland mit einem 4:1-Sieg bei den stark ersatzgeschwächten Portugiesen (u.a. ohne Figo und Rui Costa), Estland mit einem 2:1-Heimsieg gegen Russland sowie Japan durch ein 2:0 in Polen.
