Volvo Ocean Race: "Assa Abloy" gewinnt 5. Etappe
- Die "illbruck" belegt Platz 2 und führt in der Gesamtwertung
- Flaute im Golfstrom forderte die Crews voll

Die schwedische Yacht "Assa Abloy" (Bild) mit dem britischen Skipper Neal McDonald hat am Mittwoch ihren zweiten Etappensieg im Volvo Ocean Race gefeiert. Die Skandinavier beendeten nach dem Abschnitt Sydney-Auckland auch die fünfte Etappe von Rio de Janeiro nach Miami (über 4.450 Seemeilen) als Erste und schoben sich in der Gesamtwertung mit 28 Punkten auf Rang zwei vor.
Am Sonntagvormittag war die deutsche Yacht "illbruck" noch mit 27 Seemeilen Vorsprung in Führung gelegen und sah wie der sichere Sieger aus. Letztendlich wurde es Platz 2 für die grün-weiße Yacht, die in der Gesamtwertung aber weiter führt.
Die "Assa Abloy" scheint nach Querelen in der Crew auf den ersten Etappen und dem anschließenden Wechsel des Skippers in Kapstadt zur erwarteten Stärke zurückgefunden zu haben. Vor Miami überholten die Schweden im Finish noch die favorisierte deutsche Yacht "illbruck", die nach langer Flautenschieberei eine Stunde Rückstand hatte und Platz zwei mit nur 13 Minuten Vorsprung auf die "Tyco" von den Bermudas rettete.
Die "illbruck" (drei Etappensiege) baute mit 36 Punkten dennoch ihre Gesamt-Führung aus. "Tyco" (24 Punkte) rangiert hinter "Assa Abloy" und vor der finnischen "Amer Sports One" insgesamt auf Rang drei.
Die Crews waren am Ende der fünften Etappe voll gefordert. Diesmal nicht durch Sturm und meterhohe Wellen, sondern durch Flaute im Golfstrom. Denn die Yachten drohten von der starken Strömung an Miami vorbei nach Norden abgetrieben zu werden, nur mit Mühe gelang es, den Zielhafen zu erreichen. Vier Etappen stehen noch aus: Das Rennen soll am 9. Juni im Hafen von Kiel nach knapp neun Monaten und rund 58.000 Kilometern beendet werden.
