Pacult und Häßler haben sich wieder versöhnt
- Keine Konsequenzen für den 1860-Star
- Häßler war wegen seiner Reservistenrolle sauer

Nach dem Wirbel um die rätselhafte Auszeit des 35-jährigen ehemaligen Fußball-Weltmeisters Thomas Häßler haben sich die Wogen beim TSV 1860 München in der deutschen Fußball-Bundesliga wieder geglättet. "Es ist alles bereinigt. Thomas hat sich entschuldigt. Damit ist das Thema für mich erledigt", erklärte Trainer Peter Pacult. Konsequenzen für den Mittelfeld-Regisseur gibt es nicht. "Die Mannschaft braucht ihn. Ich hoffe, dass er wieder in Form kommt. Wir werden ihn dabei unterstützen", so Pacult.
Dabei hatte es nach einem ernsthaften Zerwürfnis zwischen dem sensiblen Star und seinem österreichischen Trainer ausgesehen, nachdem Häßler keine Lust auf einen Kurzeinsatz am Samstag gegen Bayer Leverkusen (0:4-Niederlage) gehabt haben soll. Sehr wohl aber für einen Auftritt bei "Wetten, dass . . . " Pacult hatte dem Routinier sogar einen Jobwechsel nahe gelegt. Davon war am Montag keine Rede mehr. "Ich entschuldige mich, ich habe falsch reagiert, es tut mir leid. So etwas wird nicht mehr vorkommen."
Erst im Jänner hatte der Weltmeister von 1990 seinen Vertrag bei den "Löwen" bis 2003 verlängert. Seit Pacults Einstand im Oktober musste sich Häßler mehrmals mit der Reservistenrolle abfinden. Anfang März saß er im Heimspiel gegen Hansa Rostock auf der Tribüne - offiziell wegen Rückenproblemen. Laut Pacult soll Häßler bei 1860 noch eine große Rolle spielen. Er sei überzeugt, dass der Profi wieder zur Bestform kommt.
