Schiedsrichter in Athen bei Ausschreitungen verletzt
- Panathinaikos-Fans explodierten nach Elferpfiff
Nach dem griechischen Fußball-Meisterschaftssspiel zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus (1:1) ist es am Sonntag zu Ausschreitungen gekommen. Dabei wurde der Schiedsrichter angegriffen und am Kopf verletzt. Auch zwei Olympiakos-Spieler trugen leichte Blessuren davon und wurden im Krankenhaus behandelt. Wie das griechische Fernsehen am Montag berichtete, hat die Staatsanwaltschaft in Athen Ermittlungen aufgenommen.
Sekunden vor dem Abpfiff hatte Champions-League-Viertelfinalist Panathinaikos gegen den Erzrivalen noch geführt. Doch die Gäste aus Piräus kamen durch einen Foulelfer noch zum Ausgleich. Nach dem Schlusspfiff stürmten Panathinaikos-Präsident Angelos Filippidis und Trainer Sergio Markarian aufs Spielfeld und bedrängten den Referee. Dutzende Anhänger von Panathinaikos gelangten ebenfalls auf den Platz und traktierten den Unparteiischen mit Faustschlägen.
In den griechischen Medien wurde das Verhalten des Panathinaikos-Präsidenten kritisiert. Filippidis, in dem viele den Auslöser für die Ausschreitungen, gesehen hatten, sieht die Dinge aber anders uns ortet einen konstante Benachteiligung seiner Mannschaft durch die Referees: "Es ist genug, die Meisterschaft ist eine Farce. Ich rufe die Regierung auf, das Championat zu unterbrechen. Die aktuelle Situation bringt Schande über unser Land, das Olympische Spiele ausrichten wird",
Der Fußball-Verband wiederum distanzierte sich in einer Erklärung von dem Panathinaikos-Chef: "Fehler sind menschlich. Dies aber erklärt nicht unverantwortliches Verhalten seitens hoch stehender Funktionäre." Panathinaikos ist derzeit Meisterschafts-Dritter mit 42 Punkten hinter AEK Athen (46) und Olympiakos (45).

