Palästinenser protestierten in Wien gegen Israel
- Demonstrationen auch in Brüssel
In Wien haben am Sonntagabend Palästinenser gegen die israelischen Militäraktionen in den Autonomiegebieten demonstriert. Etwa 1.200 bis 1.400 Menschen versammelten sich in der Wiener Innenstadt.
Die "wilden, brutalen und blutigen Übergriffe" der "israelischen Besatzungsmacht" unter Ministerpräsident Ariel Sharon auf die Palästinenser und ihre Führung hätten in jüngster Zeit eine "neue Form" angenommen, sagte Ahmed Hamed von der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA auf Anfrage der APA am Sonntag.
Demonstranten forderten Rückzug der israelischen Armee
Der Demonstrationszug zog laut Hamed von der Kärntner Straße zum Bundeskanzleramt bis zur US-Botschaft weiter. Gefordert wurde die sofortige Beendigung der israelischen Angriffe, der Rückzug der israelischen Armee aus den Autonomiegebieten sowie die Entsendung von UNO-Truppen zum Schutz des palästinensischen Volkes. Organisatoren der Kundgebung waren israelisch-arabische Vereine und die palästinensische Gemeinde in Österreich.
Demonstrationen auch in Brüssel
Auch in Brüssel haben mehrere hundert Menschen friedlich für den Schutz der Palästinenser im Nahostkonflikt demonstriert. Sie forderten vor der Börse in der Innenstadt US-Präsident George W. Bush und den israelischen Regierungschef Ariel Sharon auf, "die Erniedrigung des Palästinenser-Präsidenten Yasser Arafat zu beenden". Die Börse sei ein symbolischer Ort; sie versinnbildliche das Geld und den Krieg, sagte einer der Demontranten im Rundfunk. Zu der Aktion hatten mehrere Gruppen aufgerufen, unter anderem der belgisch-palästinensische Verein.
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