Erdbeben in Taiwan forderte Todesopfer
- Flutwellen-Alarm in Japan
Bei einem starken Erdbeben sind in Taiwan mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und elf weitere verletzt worden. Die Opfer wurden nach Polizeiangaben in der Hauptstadt Taipeh von zwei umstürzenden Baukränen erschlagen. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,8 lag nach Angaben des Zentralen Wetterbüros in der Nähe der Küstenstadt Hualien, rund 180 Kilometer östlich von Taipeh. Im benachbarten Japan wurde anschließend Flutwellen-Alarm ausgelöst.
In Taipeh löste der etwa einminütige Erdstoß mehrere kleinere Brände aus. An Brücken und Wänden entstanden Risse, Häuser gerieten ins Wanken. Im Zentrum der Hauptstadt stürzte ein vierstöckiges Gebäude ein. Die Polizei bemühte sich um die Bergung von sieben Verschütteten, die in den Trümmern vermutet wurden. Bewohner liefen in Panik auf die Straße.
In Japan galten vorübergehend für die Inseln Ishigaki, Miyako und Okinawa Flutwellen-Warnungen, die am Nachmittag jedoch wieder aufgehoben wurden. Wie Meteorologen mitteilten, wurde lediglich die am nächsten zu Taiwan gelegene Insel Yonaguni von einer 20 Zentimeter hohen Flutwelle (Tsunami) getroffen. Ursprünglich waren bis zu einen Meter hohe Tsunamis erwartet worden.
Japan liegt in einer der seismisch aktivsten Regionen der Erde. Starke Unterwasserbeben verursachen regelmäßig Tsunamis, deren Stärke aber nur schwer vorherzusagen ist. 1993 kamen dabei auf der nordjapanischen Insel Okushiri mehr als 100 Menschen ums Leben. Auch in Taiwan kommt es immer wieder zu Erdbeben. Im September 1999 kamen bei einem Erdstoß der Stärke 7,6 insgesamt 2.378 Menschen ums Leben. Mehr als 40.000 Häuser wurden zerstört.
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