USA wollen einige Guantanamo-Gefangene frei lassen
- Mehrere Häftlinge offenbar keine extremistischen Taliban

Unter den Gefangenen in Guantanamo sind nach Angaben der US-Streitkräfte offenbar auch mehrere Männer, die nicht als extremistische El-Kaida- oder Taliban-Kämpfer gelten können. Ein kleiner Anteil der rund 300 Häftlinge habe sich den Kämpfern möglicherweise in spontaner Begeisterung angeschlossen, erklärte General Michael Dunlavey, der für die Verhöre auf dem US-Stützpunkt zuständig ist, am Freitag.
Dann erst hätten sie gemerkt, dass es sich um einen wirklichen Kampf handle.
Das Ziel sei nun, diese Personen in ihre Heimat zurückzuschicken, sagte Dunlavey. Als Beispiel wurde ein 24-Jähriger aus Großbritannien genannt, der ursprünglich zur Teilnahme an einem Computerkurs nach Pakistan gereist war. Seine Familie hatte den Vorwurf, der junge Mann habe für die Taliban gekämpft, als lächerlich bezeichnet.
Auf dem im Osten Kubas gelegenen Stützpunkt Guantanamo werden derzeit Gefangene aus mehr als 30 Ländern festgehalten, die verdächtigt werden, Angehörige der Taliban-Miliz oder des Terrornetzwerks El Kaida zu sein. Die Häftlinge wurden in Zellen untergebracht, die behelfsmäßig im Freien errichtet wurden. Inzwischen wurde mit dem Bau eines dauerhaften Gefängnisses begonnen.
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