Großveranstaltung zum Volksbegehren "Sozialstaat"
- Ratschen-Event am Heldenplatz

"Die Glocken fliegen nach Rom" - die Ratschen ertönen. Dem alten Brauch, die bösen Geister durch Ratschen zu vertreiben, verschreiben sich auch die InitiatorInnen und UnterstützerInnen kurz vor der Eintragungswoche zum Volksbegehren "Sozialstaat Österreich".
Am Karsamstag gibt es am Heldenplatz in Wien(ab 13.00) ein großes Ratschen-Event. Neben Wien wird auch in Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg geratscht, um einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde zu erreichen.
Stichwort Ratschen
Weil kirchlicher Überlieferung zufolge am Gründonnerstag und Karfreitag die Glocken nach Rom geflogen sind, ersetzt das knatternde Geräusch der "Ratschen" aus Holz zu Mittag und zum Vesperläuten ihre Funktion. Kinder ziehen mit dem Krachmachern durch die Straßen und rufen: "Wir ratsch'n, wir ratsch'n dö Fast'n aus, unseren Herrn Jeso Christ sein Leid'n is aus".
Der Brauch soll zu Zeiten Karl des Großen (742 bis 814) entstanden sein. Das schnarrende Geräusch beim Ratschen entsteht durch mehrere kleine Holzhämmer, die über eine angekurbelte Walze in Bewegung versetzt werden. Die hölzernen Klangkörper mit ihrem eigentümlich, dumpfen Lärm sind bis Karsamstag zu hören. Dafür steckt man den "Ratschern" Eier, Selchfleisch und auch Geld zu.
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