Djindjic kündigt Kriegsverbrecher-Auslieferungen an
- Serbischer Premier: In "drei, vier Tagen" möglich
- Djindjic warnt vor "völliger Isolation" des Landes

Der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic hat am Freitag die baldige Auslieferung von mutmaßlichen Kriegsverbrechern in Aussicht gestellt. Es sei möglich, dass "in den nächsten drei, vier Tagen" einige der vom UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag angeklagten Personen ausgeliefert werden, sagte Djindjic im Rahmen einer Pressekonferenz in Belgrad.
Die Folgen einer Nichtkooperation mit dem UNO-Tribunal könnte eine "äußere Wand der Sanktionen" darstellen. Dies könne auch in "einigen Tagen passieren", erinnerte Djindjic an die von den USA gesetzt Frist. Washington will bis 31. März entscheiden, ob Belgrad ausreichend mit dem UNO-Tribunal kooperiert hat. Davon hängt auch der erste Teil einer Finanzhilfe in der Höhe von 40 Millionen Dollar ab.
"Die Ablehnung der Zusammenarbeit führt in die völlige Isolation des Landes. Jener, der dies wünscht, soll den Menschen sagen, was die Folgen sind", betonte der serbische Premier.
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