März war überdurchschnittlich warm und nass
- Hochwasser im Norden und Osten, Trockenheit im Süden
- Durchklicken: Die Bilder des März-Hochwassers
Typische April-Wetterkapriolen brachte uns heuer bereits der März: Während es in Österreich insgesamt überdurchschnitllich warm war, hatte der Norden mit Hochwassern zu kämpfen, im Süden herrschte Trockenheit.
Der März zeigte sich in Österreich überdurchschnittlich warm. Trotz eines kurzfristigen Kälteeinbruch um den 22. lagen die Temperaturen je nach Region zwischen 1,5 und drei Grad über dem Mittel. "Im Süden Salzburgs, im oberen steirischen Murtal und in Teilen Kärntens sind sogar positive Abweichungen bis vier Grad zu erwarten", hieß es am Karfreitag in einer Aussendung der Hohen Warte. Rekord-Niederschlags-Tagessummen führten gleichzeitig zu Überflutungen und Vermurungen.
Der höchste Werte wurde bisher - das warme Wochenende könnte diesen Rekord noch toppen - mit 22 Grad am 21. in Reisach im Gailtal gemessen worden. Die tiefste Temperatur verzeichnete Mariapfarr am 26.: eisige minus 11,1 Grad.
Norden: Eine Woche lang extreme Niederschläge
Die Niederschläge konzentrierten sich im Westen, Norden und Osten Österreichs auf den Zeitraum 19. bis 24. März. Zuvor hatte es nur wenig geregnet oder geschneit. Gerade diese Konzentration verbunden mit den hohen Temperaturen auch in höheren Lagen führte zu lokalen Überflutungen und Vermurungen wie auch zu der kritischen Hochwassersituation an der Donau und ihren Zubringern. Viele Orte haben Niederschlags-Tagessummen von im März zuvor nie gemessener Größe gemeldet.
Die Monatssummen des Niederschlags erreichten verbreitet 125 bis 225 Prozent des Erwartungswertes. Vom Inntal ostwärts entlang der nördlichen Kalkalpen bis zum Schneeberg ebenso wie in großen Teilen Oberösterreichs wurden bis 300 Prozent der Normalmengen verzeichnet, im Raume Rax-Schneeberg sogar bis 400 Prozent.
Süden: Weniger als 25% der normalen Niederschlagsmenge
Im Süden wurde dagegen der Sollwert an Niederschlägen verfehlt. Von Klagenfurt bis in die südliche Steiermark fielen weniger als 25 Prozent der Normalmenge, damit dauert in diesen Landesteilen die Trockenheit schon sechs Monate. In Klagenfurt wurden vom Oktober 2001 bis Karfreitag nur 113 mm Niederschlag verzeichnet, im zuvor trockensten Winterhalbjahr 1988/89 waren es immerhin 158 mm gewesen (Normalwert: 333 mm) Graz erreichte seit Oktober 82 mm Niederschlag, hier lag der alte Negativrekord bei 101 mm aus 1989/90 (Normalwert 254 mm).
Positive Bilanz der Sonnenstunden
Die heftigen Niederschläge in weiten Teilen Österreichs dauerten nur eine knappe Woche, sonst herrschte häufig Hochdruckwetter. Entsprechend positiv sieht die Bilanz der Sonnenstunden aus: Bis heute wurde der Normalwert allgemein schon um zehn bis 40 Prozent übertroffen, am Ende werden die Grazer beinahe drei Stunden Sonne pro Tag über dem Durchschnitt genossen haben, die Innsbrucker immerhin eineinhalb.
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