ÖVP, SPÖ und FPÖ planen 2003 teuersten Wahlkampf
- Im Superwahljahr 2003 werden 65 Millionen Euro ausgegeben
- Aktuelle Politstudie kritisiert mangelnde finanzielle Transparenz

Weil im nächsten Jahr ein Wahlmarathon bevorsteht, dreht sich in den Parteizentralen alles um das liebe Geld. Mit der Nationalratswahl und wahrscheinlich vier Landtagswahlen wird 2003 zum Superwahljahr.
In Niederösterreich (März) und Oberösterreich (Oktober) wird fix gewählt. In Kärnten und Tirol läuft alles auf vorverlegte Urnengänge hinaus. Die Nationalratswahl wird spätestens im Oktober, nach Wünschen der FPÖ noch vor dem Sommer 2003 über die Bühne gehen. Eine Ausgangsposition, in der man sich über die finanziellen Reserven des jeweiligen Gegners so seine Gedanken zu machen beginnt.
Es geht um viel Geld. Die Kriegskassen der Parteien sind für 2003 mit einer Rekordsumme von rund 65 Millionen Euro (rund 900 Millionen Schilling) dotiert. Grundlage für diese Berechnung ist eine aktuelle Studie des Wiener Politologen Hubert Sickinger zur österreichischen Parteienfinanzierung. In der Untersuchung, die nächste Woche publiziert wird, listet der Politologe detailliert die jährlichen Einnahmen und Ausgaben von SPÖ, FPÖ, ÖVP und Grünen in Milliarden-Schilling-Höhe auf, beschreibt Mittel und Wege, wie die Parteien illegale Großspenden an den zuständigen Kontrollinstanzen vorbeischmuggeln, und mahnt vor allem eine umfassende Reform ein.
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