Mittwoch, 27. März 2002

Wolfgang Schwarz: "Ich habe nichts Böses getan"

  • Ex-Olympiasieger äußerte sich in Interviews nicht zu Vorwürfen
  • Er saß wegen des Verdachtes des Mädchenhandels in U-Haft

Nach sieben Wochen U-Haft ist der frühere Eiskunstlauf-Olympiasieger Wolfgang Schwarz seit Ende April wieder auf freiem Fuß. Jetzt gab Schwarz, dem Mädchenhandel vorgeworfen wird, erste Interviews. Zu den Vorwürfen meinte er: "Ich habe nichts Böses getan."

Der frühere Olympiasieger im Eiskunstlaufen gab den Tageszeitungen "Kurier" und "Neue Kronenzeitung" (Freitag-Ausgaben) Interviews. Zum Fall selbst wollte sich der des Menschenhandels Verdächtigte nicht äußern. Schwarz soll mit anderen Frauen aus Osteuropa in heimische Bordelle vermittelt haben, für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Schwarz wollte nicht bestätigen, dass er vor der Untersuchungsrichterin ein Teilgeständnis abgelegt habe. Er habe nichts Böses getan, sagte er. Er sagte in den Interviews, dass er Kontakte nach Osteuropa im Zuge eins gescheiterten Casinoprojekts in Russland intensiviert habe. "Und meine Erfahrung lehrt, dass man in Moskau leichter zu Terminen bei Ministern oder Geschäftsleuten kommt, wenn man ein geeignetes Callgirl kennt als durch den österreichischen Handelsdelegierten", wurde Schwarz zitiert.

Dem "Kurier" zufolge geht die Staatsanwaltschaft nun von Verdachtsmomenten über sechs vermittelte Frauen aus - ursprünglich waren es zehn gewesen. Der Kreis der Verdächtigen habe sich auf 16 Personen erweitert, vier davon seien nicht greifbar.

27.3.2002 08:37