Rom: Kein Dialog zw. Regierung und Gewerkschaften
- "Voraussetzungen nicht gegeben"
- Regierungsmitglieder verbinden Gewerkschaft mit Terrorismus

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Die italienische Regierung hat die Gespräche zur Abwendung eines von den Gewerkschaften geplanten Generalstreiks abgesagt. Die Vorraussetzungen für eine Wiederaufnahme des Dialogs sind nicht gegeben, erklärte die Regierung. Zuvor hatten die drei größten Gewerkschaften mit der Absage der für heute geplanten Gespräche gedroht, weil Regierungsmitglieder ihnen eine Zustimmung zum Terrorismus unterstellt hatten.
Nach der vom Gewerkschaftsverband CGIL organisierten Massendemonstration am Samstag hatten Verteidigungsminister Antonio Maurizio, der Minister für Dezentralisierung, Umberto Bossi, und Sozialminister Maurizio Sacconi den Gewerkschaftern vorgeworfen, sich nicht endgültig vom Terrorismus loszusagen und mit ihrer Politik zum Terrorismus zu verleiten.
Die Demonstration am Samstag richtete sich gegen die von Berlusconi geplante Lockerung des Kündigungsschutzes und gegen den Terrorismus. Die Teilnehmer bekundeten ihre Anteilnahme am Tod des Regierungsberaters Marco Biagi, der von den linksterroristischen Roten Brigaden erschossen wurde. Die für Dienstag geplanten Arbeitsgespräche galten als letzte Hoffnung für eine Einigung zwischen Arbeitnehmern und den von der Regierung unterstützten Arbeitgebern. Für den Fall einer Umsetzung der Reform droht der CGIL mit einem Generalstreik.
Streit um Teilnehmerzahlen an Großdemonstration
Gewerkschaften und Polizei streiten über die Zahl der Teilnehmer an der Großdemonstration in Rom. Die Organisatoren feierten drei Millionen Teilnehmer. "Wir haben einen Rekord aufgestellt. Keine Demonstration in Italien seit der Nachkriegszeit war so erfolgreich. Die enthusiastische Bewertung der Gewerkschaften wurde von der Polizei bestritten. In einer Presseaussendung sprachen die Sicherheitskräfte von 700.000 Demonstranten.
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